Lokales 21.09.2026

Berliner Abgeordnetenwahl: Linke sind die stärkste Kraft

Berlin (pf) – Die Abgeordnetenwahl in Berlin am Sonntag zog die Blicke im gesamten Bundesgebiet auf sich. Wir haben über die aktuellen Entwicklungen berichtet.

7.25 Uhr: Das vorläufige Endergebnis in Berlin liegt seit der Nacht vor. Die meisten Stimmen holten die Linken, die ordentlich zulegen konnten und auf 25,7 Prozent (+13,4) kommen. Dahinter folgen die CDU mit 18,8 Prozent (+9,5), die AfD mit 16,3 Prozent (+7,2), die Grünen mit 14,3 Prozent (-4,1) und die SPD mit 12,1 Prozent (-6,3). Den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassten das BSW mit 4,7 Prozent (+4,7) und die FDP mit 2,5 Prozent (-2,1). Auf sonstige Parteien entfielen 5,7 Prozent (-3,4). Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: Linke 47 Sitze (+25), CDU 34 Sitze (-18), AfD 29 Sitze (+12), Grüne 26 Sitze (-8), SPD 22 Sitze (-12). Wenn nicht Linke und CDU zusammen regieren wollen – sie kämen zusammen auf eine knappe Mehrheit –, wird es auf ein Dreierbündnis hinauslaufen.

 

Sonntag

20.10 Uhr: Wir beenden den Abend an dieser Stelle mit der neuesten Hochrechnung von 19.57 Uhr aus Berlin: Die Linke gewinnt mit 25,3 Prozent und hat ihr Ergebnis zur Wahl 2023 mehr als verdoppelt. Die CDU folgt mit 19,1 Prozent, dahinter liegen AfD (16,2), Grüne (14,5) und SPD (12,1). Das BSW kratzt mit 5,0 Prozent gerade an der Hürde, die FDP (2,5) ist abgeschlagen. Die Wahlbeteiligung in der Hauptstadt ist rapide gestiegen: 2023 noch bei 62,9 Prozent, liegt sie heute bei knapp 75 Prozent. Was die Regierung angeht, bleibt es spannend. Für Schwarz-Grün-Rot in Berlin ist es aktuell ein Sitz zu wenig. Die Grünen wollen Rot-Grün-Rot, also mit der Linken an der Spitze. Die CDU um den aktuellen Regierenden Bürgermeister Kai Wegner machte bereits den Bund verantwortlich: Wegner sprach von „Gegenwind“. Es sei auf den Straßen Berlins seit Monaten „nur um bundespolitische Themen“ gegangen, und nicht um landespolitische.

18.57 Uhr: Die neue Hochrechnung gut eine Stunde nach Schließung der Wahllokale in Berlin: CDU 20,0, SPD 11,9, Grüne 15,0, Linke 24,9, AfD 15,7, FDP 2,5, BSW 5,0, andere 5,0.

18.36 Uhr: Die Linke hat in Berlin nach ersten Zahlen 75.000 Nichtwähler der vergangenen Wahl für sich gewonnen, dazu den Grünen rund 51.000 Stimmen abgenommen, und auch der SPD immerhin 36.000. Auffällig: Vor allem die Altersgruppen 16 bis 24 und 25 bis 34 Jahre konnte die Linke überzeugen. Hier gibt es ein Plus von 24 beziehungsweise 31 Prozent der Stimmenanteile, während die Stimmen von 60-Jährigen und Älteren nur marginal angestiegen sind.

18.34 Uhr: Für ein „sozialeres, gerechteres Berlin“ will die Links um Spitzenkandidatin Elif Eralp sorgen. Sie nehme den Regierungsauftrag an und gehe in die Gespräche.

18.31 Uhr: Der schwarz-rote Senat hat damit keine Mehrheit mehr in der Hauptstadt.

18.30 Uhr: Neue Hochrechnung: CDU 20,0, SPD 12,0, Grüne 15,0, Linke 24,8, AfD 15,7, BSW 5,0, andere 7,5.

18.16 Uhr: Kanzler Merz lobt CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers für dessen Wahlkampf.

18.15 Uhr: Tristesse bei der SPD: Die „Berlin-Partei“ der vergangenen Jahrzehnte verliert ihren Namen: „Es ist eine Zäsur“, so Spitzenkandidat Steffen Krach.

18.13 Uhr: Im Vergleich zu den vergangenen Wahlen gewinnt die Linke 12,3 Prozent in Berlin und verdoppelt damit fast ihr Ergebnis. Die CDU verliert und acht, die Grünen rund drei und die SPD mehr als sechs Prozent. Das BSW wäre neu im Parlament, wenn es mindestens die fünf Prozent bleiben…

18.08 Uhr: Die Linke setzen sich damit an die Spitze und erhalten den Regierungsauftrag. Die Spitzenkandidatin Elif Eralp darf damit auf das Amt der Regierenden Bürgermeisterin schielen. Die Linke könnte mit SPD und Grünen regieren – alleine mit der CDU wären es ein paar Sitze zu wenig. Die AfD steigert sich in Berlin aber auch von 9,1 Prozent aus 2023 auf 16,0 Prozent.

18.05 Uhr: Die erste Prognose der ARD: CDU 20,0 Prozent, SPD 12,0, Grüne 15,0, Linke 24,5, AfD 16,0, BSW 5,0, andere 7,5.