„Mit vielen Besuchern haben wir gerechnet, aber dass es so eng wird, hätten wir nicht gedacht“, staunte Geschäftsführer Johannes Stock angesichts des großen Interesses. Für ihn sei Marilyn Monroe weit mehr als das glamouröse Gesicht des alten Hollywoods. „Kaum eine andere Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts wurde so oft fotografiert und so oft neu interpretiert wie sie“, betonte er.
Dabei habe ihre Geschichte bereits lange vor dem großen Ruhm begonnen. Stock erinnerte an Monroes schwere Kindheit, die von Unsicherheit geprägt gewesen sei. Mit ihrem ersten Filmvertrag sei sie dann jedoch zu „einer der bekanntesten Größen Hollywoods“ geworden. Gleichzeitig habe sie zahlreiche Herausforderungen bewältigen müssen: „Hinter dieser Ikone stand eine Frau, die sehr viel verletzlicher war, als die Leute vermuteten“, erklärte er.
Durch ihren Tod im Alter von 36 Jahren sei „aus dem Star endgültig ein Mythos geworden“, so Stock. Aus diesem Grund sollen die Fotografien von Allan Grant einen neuen, „ganz privaten“ Blick auf Monroe ermöglichen. Sie seien das „Herzstück dieser Ausstellung“, betonte der Geschäftsführer.
Neben den Fotografien gibt es auch Audio- und Videomaterial sowie Bücher über Monroe zu entdecken, darunter ihr vollständiges letztes Interview. Zu sehen sind zudem Werke von Andy Warhol, James Francis Gill, Mr. Brainwash, Sam Shaw, Stephan Balkenhol und Russell Young.
„Wir wollen unterschiedliche künstlerische Sichtweisen auf diese Ikone zeigen – von Zeitdokumenten bis hin zur Betrachtung aus heutiger Sicht“, erläuterte Stock. Bewusst habe man dabei sowohl etablierte Künstler als auch junge Talente einbezogen.
„Die schönste Aufgabe von Kunst ist es, dazu zu bringen, noch einmal genauer hinzuschauen“, betonte er. Sein Wunsch für die Besucherinnen und Besucher sei deshalb, jenen Moment zu erleben, in dem sie feststellen, dass sie Marilyn Monroe noch nie auf diese Weise gesehen haben.
Kulinarisch abgerundet wurde die Eröffnung durch Genuss hoch 3.
