Lokales FD 23.10.2026

Zweite Halle entsteht am Rhönhof – Padelzentrum Fulda expandiert

Welkers (jah) – Das Padelzentrum Fulda in Welkers soll schon bald wachsen: Gründer Jonas Milz plant eine zweite Halle in unmittelbarer Nähe zum Rhönhof. Acht weitere Courts – sieben für Doppel und einer für Einzel – sollen dort entstehen. Der Mietvertrag liegt bereits vor und wird derzeit anwaltlich geprüft. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die neue Anlage im Februar oder spätestens März 2027 eröffnet werden, wie Milz am Mittwoch gegenüber Osthessen-Zeitung erklärte.

Jonas Milz hat mit dem Padelzentrum Fulda einen Nerv in der Region getroffen. Nun soll in unmittelbarer Nähe eine zweite Halle entstehen. Fotos: Janosch Hensel

Durch ein Mitglied der Padel-Community wurde Milz auf die neue Halle aufmerksam. Die neue Location liegt noch etwas näher an der Autobahn als der bisherige Standort in Welkers. Für Milz ist die geplante Erweiterung vor allem eine Reaktion auf die große Nachfrage. „Vor zwei Monaten war das eigentlich noch gar nicht so“, blickt der Unternehmer zurück. Die Entwicklung habe sich enorm beschleunigt. „Ich hätte nicht erwartet, dass die Nachfrage so riesig wird.“ Bis der neue Standort tatsächlich eröffnet werden kann, sind allerdings noch einige Schritte zu erledigen. Der Mietvertrag soll nach der derzeitigen anwaltlichen Prüfung möglichst in der kommenden Woche unterschrieben werden. Parallel arbeitet Milz an der Finanzierung. Zwischen 400.000 und 500.000 Euro sollen in die neue Halle investiert werden. Gespräche mit einer Bank haben bereits stattgefunden, zudem stehen potenzielle Investoren bereit. „Vielleicht wird es am Ende auch ein Mix aus beidem“, sagt Milz.

Mehr Platz für Training und Turniere

Mit der zweiten Halle soll nicht nur die Zahl der Courts steigen. Milz will das Angebot deutlich erweitern. Während beim ersten Standort zunächst vor allem darauf geachtet werden musste, die Investitionen im Rahmen zu halten, soll es künftig auch einen größeren gastronomischen Bereich geben. Eine Theke und ein Barbereich sind geplant, zunächst vor allem für die Abendstunden ab 18 Uhr. Cocktails, weitere Drinks und Bier sollen das Angebot ergänzen. Auch sportlich will Milz neue Möglichkeiten schaffen. In der zweiten Halle sollen größere Turniere stattfinden können, zudem soll das Trainingsangebot ausgebaut werden. „Wir wollen den Sport richtig in der Region etablieren“, sagt der Gründer. Der Bedarf dafür ist nach seinen Angaben bereits vorhanden. Mehr als 100 Anfragen für offene Trainingsangebote könnten derzeit nicht bedient werden. Auch bei den Courts stoße die bestehende Anlage an ihre Grenzen. Wer abends spielen wolle, müsse teilweise mindestens eineinhalb Wochen im Voraus buchen. „Da müssen wir entgegenwirken und entsprechend skalieren“, so Milz. Die zweite Halle soll deshalb nicht nur Wachstum ermöglichen, sondern auch dafür sorgen, dass Interessierte schneller einen Platz und ein passendes Trainingsangebot finden.

Auslastung deutlich höher als geplant

Wie schnell sich das Padelzentrum entwickelt hat, zeigen die Zahlen. Im ursprünglichen Businessplan war eine Auslastung von rund 30 Prozent vorgesehen. Tatsächlich liegt die Anlage inzwischen im Schnitt bei 65 bis 70 Prozent. Für Milz kommt diese Entwicklung überraschend. Sein Berater habe ihm erklärt, etablierte Padelanlagen benötigten normalerweise zwei bis drei Jahre, um eine solche Auslastung zu erreichen. „Er hat gesagt, dass er so etwas noch nie gesehen hat“, berichtet Milz: „Besser hätte es nicht laufen können.“ Eine wichtige Rolle spielt für ihn dabei die Community rund um das Padelzentrum. Aus den ersten Interessierten habe sich inzwischen eine feste Gemeinschaft entwickelt, die sich immer stärker vernetze. „Die Leute machen sehr viel aus“, sagt Milz. Die Community habe sich weiter gefestigt und sei zu einem wesentlichen Teil des Projekts geworden. Der wirtschaftliche Erfolg freue ihn natürlich. „Schön, dass es gut läuft aus finanzieller Sicht“, sagt Milz. Noch wichtiger sei für ihn allerdings etwas anderes: „Die Community gibt einem noch viel mehr zurück. Man geht jeden Tag gerne in die Halle.“

Eröffnung möglichst schon im Februar

Für die zweite Halle stehen unter anderem Brandschutzfragen und die notwendige Nutzungsänderung an. Milz will die Prozesse möglichst schnell vorantreiben. Die Courts selbst möchte er bereits bestellen, sobald dies möglich ist, damit keine unnötige Zeit verloren geht. Wenn alles reibungslos läuft, könnte die neue Halle spätestens im März 2027 eröffnen. „Mein Wunsch wäre, dass uns das schon im Februar gelingt“, hofft der Unternehmer. Im Vergleich zum ersten Standort sieht er sich diesmal deutlich besser vorbereitet. Die Erfahrungen aus dem ersten Projekt seien wertvoll: „Wir wissen jetzt, wie es funktioniert, kennen die Prozesse und die Hürden.“

Die erste Halle war vor der Eröffnung von zahlreichen Verzögerungen und rechtlichen Problemen geprägt. Bei der neuen Immobilie seien die Voraussetzungen deutlich besser. Es gebe eine gute Zufahrt, zudem stimme die Zusammenarbeit mit dem Eigentümer. „Wir spielen teilweise zusammen, das läuft alles super“, erzählt Milz. Das schaffe eine gute Grundlage für eine langfristige Geschäftsbeziehung. Dass die zweite Halle nicht der letzte Expansionsschritt sein muss, deutet Milz bereits an. Er halte kontinuierlich Ausschau nach weiteren geeigneten Standorten. Auch das Goodyear-Areal in Fulda habe er sich bereits angesehen. Dort dürfte es allerdings noch dauern, bis konkrete Entwicklungen möglich sind. Sein langfristiges Ziel formuliert Milz entsprechend selbstbewusst: „Wir wollen regionaler Marktführer werden.“ Dafür will er weiter nach geeigneten Hallen suchen – und vor allem dafür sorgen, dass Padel in Osthessen dauerhaft Fuß fasst.