Fußball 10.10.2026

Verbandsliga – Soden kann es auch auswärts: 3:0-Sieg in Eichenzell

Eichenzell (pf) – Der FC Eichenzell feierte vor dem Derby die Einweihung des neuen Flutlichts, doch sportlich zumindest machte die SG Bad Soden den Partycrasher: Die Sprudelkicker polierten ihre Auswärtsbilanz in der Fußball-Verbandsliga etwas auf und setzten sich mit 3:0 (0:0) durch, wobei das Ergebnis erst spät am Samstagabend deutlicher wurde. Die Britannia steckt damit weiter im Tabellenkeller, Soden kletterte zumindest über Nacht in die Top Fünf.

Die SG Bad Soden (grüne Trikots) bestimmte das Geschehen in Eichenzell. Foto: Christine Görlich

Sodens Trainer Sead Mehic war voll des Lobes: „Ich bin sehr froh, dass sich die Jungs belohnen konnten – auch mal auswärts, und nach dem Heimsieg nachgelegt haben. Wir haben das Spiel dominiert und absolut verdient gewonnen“.

Allerdings dauerte es über eine Stunde, bis der Knoten platzte: Im ersten Durchgang konnten die Gäste aus der optischen Überlegenheit noch kein Kapital schlagen, denn vor dem Tor haperte es noch: „Es war ein top Auftritt. Wir hatten Ballbesitz, haben Chancen kreiert – aber es fehlte dann die allerletzte Überzeugung beim Abspiel oder beim Abschluss. Das war auswärts jetzt schon öfter so, die Jungs beschäftigt das im Kopf“, stellte Mehic fest, der aber dazusagen musste, dass seine Mannscahft dann nicht aufhörte.

Mit Spielstärke und Geduld wollte Soden das „Tor erzwingen“ – und nach gut 68 Minuten war es dann soweit: Infolge eines Standards kam der Ball am zweiten Pfosten zu Joaiah Higginbottom, der im ersten Versuch scheiterte, den zweiten Ball aber per Kopf über FCB-Keeper Mohr hinweg versenkte. Danach war der Bann gebrochen, die Entscheidung besorgte Mirza Kovac in der Schlussphase, der zuvor schon im Eins-gegen-eins alleine vor dem Tor scheiterte. Diesmal umkurvte er den Eichenzeller Schlussmann und schob zum 0:2 ein, den Schlusspunkt setzte dann Joker Joey D’agostini auf das Spiel. „Die Jungs wollten das unbedingt“, befand Mehic, dem auch die Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrat, imponierte.

Für Marius Grösch und den FC Eichenzell war es nach dem Erfolg gegen Lichtenau wieder ein Rückschlag – und die erste Heimniederlage seit Anfang September. Der Britannen-Spielertrainer gab an, „dass der Matchplan war, im Block zu verschieben und zu verteidigen“. Die Chancen von Soden konnte der Gastgeber zunächst wegverteidigen oder überstand sie, hatte selbst dann einen Standard vorne und auch Kontersituationen, „wo mehr passieren kann, aber ein schlechter Abschluss folgte“. Dennoch war er mit dem Auftreten zufrieden, behielt den Matchplan in Hälfte zwei bei – und mit dem ersten Gegentor war dieser dann über den Haufen geworfen: „Wenn du so spielst, gegen einen Gegner, der Qualität hat, musst du es dann auch bis zum Ende verteidigen. Die Flanke darf passieren, aber dann müssen wir einfach am Mann sein und ihn den Ball nicht annehmen lassen“, sprach Grösch das 0:1 an. Danach machte der FCB nochmal Druck, half dann aber auch selbst bei den anderen Treffern noch mit.

Bemerkenswert war, dass das Derby fair ablief: Schiri Sebastian Schäfer verteilte lediglich eine Gelbe Karte (an Bad Soden) in den 90 Minuten.

Vor dem Spiel fand die Einweihung der neuen Flutlichtanlage in Eichenzell statt.

Eichenzell: Mohr; Nitz, Pfeiffer, Ludwig, Heil, Grösch, Götze, Sawatzky, Dugan, Müller, Fröhlich (Bardhushi, Sahin, Röhrig, Milenkovski).

Bad Soden: Dragicevic; Nogueira, Nix, Shigeno, Mehic, Kovac, Ehlert, Higginbottom, Ljutic, Tanaka, Arsov (D’agostini, Fujinaga, Neil Molina, I. Memeti, Vinojcic).

Schiedsrichter: Sebastian Schäfer (Großalmerode)

Tore: 0:1 Joaiah Higginbottom (68.), 0:2 Mirza Kovac (83.), 0:3 Joey D’agostini (90.)

Zuschauer: