So musste Fliedens Trainer Christian Kreß nach Spielende vor allem Waberns Torhüter Tobias Girschikofsky lobend erwähnen, der viele Bälle gehalten hatte, und konnte gleichzeitig seiner Mannschaft wenig vorwerfen. Es war eine deutliche Steigerung nach dem 1:3 in Calden, und bis auf die Anfangsphase ging es fast nur in eine Richtung. „Hier war definitiv mehr drin, ich glaube, Wabern hatte über die 90 Minuten vielleicht eine echte Chance. Wir waren spielbestimmend, haben das ordentlich gemacht, aber uns nicht für den Aufwand belohnt“.
Unter anderem klatschte ein Freistoß von Sebastian Alles in Hälfte eins ans Lattenkreuz, Marius Kullmann fand im Torhüter seinen Meister und auch Silas Bernges scheiterte am Keeper. Nach dem Seitenwechsel ging es ähnlich weiter – Pascal Manß, Akif Kovac oder Samuel Schäfer, sie alle hätten für die Führung sorgen können. Beim Versuch von Kovac klärte Wabern auf der Linie und rettete das Remis bis zum Ende über die Zeit. „Wir haten super Möglichkeiten, das ist natürlich bitter“, resümierte Kreß, der aber auch das Positive sah und mit in den November nehmen wollte: Nicht nur ist in der Tabelle weiterhin alles eng und die Buchonia hat zumindest einen Punkt auf die Konkurrenz gutgemacht, die ihre Spiele verlor. Noch dazu hielten die Fliedener auch kämpferisch stark dagegen: „Es war ein hartes, sehr intensives Spiel, gegen einen Gegner, der vor ein paar Wochen noch ganz oben stand. Wir wussten, dass das unbequem wird. Aber die Defensivleistung hat wirklich gepasst“.
Flieden: Dickas; Schöppner, Bernges (82. Sa. Schäfer), Hilgenberg (74. Hauf), Kovac, Hossini (65. Si. Schäfer), Manß, Kullmann, Alles, Chahibi, Jasching.
Wabern: Girschikofsky; P. Kuntze, Mi. Matthaei (61. Akin), Mo. Matthaei (61. Müller), Schmeer, Witt (90.+3 Lukes), C. Kuntz (61. Lange), Klinge, Wendel, Herpe, Rohde (29. Küllmer).
Schiedsrichter: Mirko Vukovic (Eschersheim)
Tore: -
Zuschauer: 150
