„Wenn wir hier mit einem 4:4 oder 5:5 rausgehen, wäre das gerecht gewesen“, sagte Bronnzells Trainer Johannes Ihrig und schob direkt hinterher: „Wahrscheinlich glaubt mir das jetzt niemand, aber wir haben wirklich kein schlechtes Spiel gemacht“. Das einzige, was der Viktoria das Genick brach, waren groteske, individuelle Fehler, die Vellmar zu den ersten drei Toren dankend annahm.
Bis zum ersten Gegentor war der Gast sogar richtig gut im Spiel und hatte gute Chancen auf die Führung: „Da müssen wir eigentlich ein, zwei Tore machen, machen sie aber nicht“, bedauerte Ihrig, der taktisch umgestellt hatte: „Unser System hat auch gut gegriffen. Wir wollten Fußball arbeiten, eklig sein und das haben wir hinbekommen. Aber es fehlt vorne einfach das Glück im Moment“. Stattdessen sah Ihrig in der Defensive kapitale Abspielfehler oder seine Jungs über den Ball treten. Und wenig später stad es 0:3. Das vierte gab es auch noch vor der Pause, es war der erste gut herausgespielte Treffer des OSC an diesem Tag, der den Deckel schon draufmachte.
Die Bronnzeller müssen weiter darauf warten, „dass der Groschen fällt“, so Ihrig, der aber weiter fest daran glaubt, dass der Turnaround gelingen wird. Zumindest auf das Offensivspiel könne die Viktoria aufbauen, denn während Tormöglichkeiten zuletzt Mangelware waren, erarbeitete sich die Mannschaft in Vellmar einige. Jan-Niklas Jordan gelang hintenraus dann zwar der Ehrentreffer, doch nun heißt es, die Köpfe wieder aufzurichten. Unter der Woche heißt es Pokal-Derby in Kerzell, dann kommt Rengershausen in die Heppeau.
Vellmar: Orth; Hesemeier, Aydin, Reimsche, Sattorov, Grefenstein, Bock, Schade, Maslak, Bergmann, Porada (Ensafi, Marott, Agyekum, Jozanovic, Wollenhaupt).
Bronnzell: Ihrig; Schneider, Lilly, Pecks, Breunung, Hohmann, Weiß, Jordan, Horenkamp, Breitenbach, Fromm (Ruppel, Marian Weber, Arnold, T. Weber).
Schiedsrichter: Hendrik Ernst (Wolfhagen)
Tore: 1:0 Enver Maslak (15.), 2:0 Marlin Porada (22.), 3:0 Enver Maslak (31.), 4:0 Rolf Sattorov (41.), 5:0 Rolf Sattorov (51.), 5:1 Jan-Niklas Jordan (76.)
Zuschauer: 100
