„Solche Spiele sind immer 50:50. Da musst du alles abrufen“, weiß Steinbachs Trainer Petr Paliatka. Am Ende werde die Mannschaft gewinnen, die besser drauf sei und ihre Qualität auf den Platz bringe. Beide Teams verfügten über starke Offensivreihen, weshalb es besonders darauf ankomme, Fehler zu vermeiden und gegnerische Patzer konsequent auszunutzen. Trotz der Bedeutung des Derbys sieht Paliatka darin noch keine Vorentscheidung im Kampf um die vorderen Plätze: „Nach 13 Spieltagen siehst du, wo man steht, und da sind wir beide oben dabei. Aber dennoch entscheidet dieses Spiel nicht über den Gesamtausgang.“ Natürlich wolle man die Partie trotzdem gewinnen.
Auch Bad Sodens Trainer Sead Mehic freut sich auf das Duell zweier Mannschaften, deren Leistungskurve zuletzt nach oben zeigte. „Da werden sich am Samstag zwei gute Mannschaften messen“, erwartet er eine intensive Begegnung. Der Heimvorteil soll dabei helfen, die jüngsten Ergebnisse zu bestätigen. Wichtig sei vor allem die richtige Mischung aus Lockerheit und Konzentration. In einigen Auswärtsspielen habe seine Mannschaft zu viel gewollt und dabei die Abwehr vernachlässigt. Gegen einen offensivstarken Gegner wie Steinbach dürfe das nicht passieren. „Die Mischung aus Spaß am Fußball, aber auch die Konzentration ist wichtig, um gegen so einen Gegner nicht viel zuzulassen“, betont Mehic.
Auch die personelle Situation und die Platzverhältnisse könnten eine Rolle spielen. Während Bad Soden möglichst auf Rasen spielen möchte, ist für Steinbach der Untergrund zweitrangig. Auf Kunstrasen könne mehr Fußball gespielt werden, auf Rasen sei womöglich mehr Kampf gefragt, meint Paliatka. Bei den Gästen kehrt Darian Jung in den Kader zurück, hinter Alexander Reith steht noch ein Fragezeichen. Beide Trainer wollen zudem abwarten, wie ihre Spieler die Trainingswoche verkraftet haben.
Für beide Mannschaften geht es um mehr als die Derby-Ehre: Mit einem Sieg können sie sich in der Spitzengruppe weiter festsetzen. „Für beide wären drei Punkte wichtig, wir werden dementsprechend auftreten“, kündigt Mehic an. Die Voraussetzungen für ein intensives Duell sind damit gegeben.
