Steinbachs Trainer Petr Paliatka weiß, worauf es ankommt: „Wir wollen es wie jedes Spiel angehen. Die Einstellung muss stimmen. Wir haben in dieser Saison genug gelernt, dass es egal ist, gegen wen du spielst. Am Ende kann jeder jeden ärgern.“ Gerade bei der Chancenverwertung und der Fehlervermeidung sieht der Coach wichtige Ansatzpunkte: „Man muss die Chancen, die man hat, nutzen und darf hinten keine Fehler machen. Die haben uns dieses Jahr zu oft Punkte gekostet.“
Den Gegner konnte Paliatka bislang noch nicht selbst beobachten. „Ich habe Eichenzell noch nicht sehen können, aber sie haben ein paar Neue bekommen und auch einen neuen Trainer. Deswegen müssen wir schauen, was uns erwartet.“ Den Schwerpunkt legt er deshalb auf die eigene Mannschaft: „Wir machen uns mehr Gedanken über uns, denn die können wir beeinflussen. Die wollen Punkte, aber wir wollen die auch. Wenn wir das machen, was wir können, haben wir die Qualität zu gewinnen.“
Nach dem 1:1 gegen die SG Barockstadt und der 1:2-Niederlage gegen den TSV Wabern soll nun wieder ein Erfolg her. Personell gibt es zudem positive Nachrichten: Alexander Reith ist nach dem vergangenen zwar Spiel angeschlagen allerdings kehrt Tom Wiegand nach seiner Sperre zurück. Auch Dennis Reichmann und Simon Hennighausen stehen wieder zur Verfügung. „Deswegen sieht es echt besser aus“, sagt Paliatka.
Eichenzells Trainer Marius Grösch erwartet derweil eine schwierige Auswärtsaufgabe. „Steinbach ist ein starker Gegner in der Liga. Auf ihrem Platz ist es immer ein schwieriges Auswärtsspiel.“ Für ihn kommt es vor allem darauf an, die eigene Leistung auf den Platz zu bringen. „Es ist nicht nur eine Floskel, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. Man muss seine Leistung bringen und alles auf den Platz werfen. Wenn man das schafft, hat man gute Chancen, dreifach zu punkten.“
Trotz der jüngsten Niederlage gegen Bad Soden sieht Grösch bei seiner Mannschaft gute Ansätze. Die Intensität und die Art und Weise, wie das Team verteidigt habe, seien in Ordnung gewesen. Allerdings will der Trainer die Ausrichtung weiterentwickeln: „Wir haben sehr tief verteidigt. Das wollen wir ein bisschen anpassen, trotzdem aus der Ordnung spielen und das, was wir mindestens eine Halbzeit gut gemacht haben, über einen längeren Zeitraum schaffen.“ Zudem sollen Konter und Standardsituationen besser genutzt werden. „Wir müssen kaltschnäuziger werden, um etwas zu holen.“
Beim Personal rechnet Grösch mit ein oder zwei Veränderungen. Einzelne Spieler haben mit kleineren Blessuren zu kämpfen, auch kurzfristige Krankheitsfälle seien möglich. Grundsätzlich sieht es jedoch gut aus: Bis auf Fuchs und Coly sind alle Spieler an Bord. „Dann schauen wir, was am Samstag da ist. Uns wird nicht angst und bange am Wochenende. Das ist überall das Gleiche“, sagt Grösch.
Die SG Bad Soden geht als Tabellenvierter mit 22 Punkten in das Heimspiel gegen den Lichtenauer FV. Anpfiff ist am Samstag um 15 Uhr. Die Gäste stehen mit vier Punkten am Tabellenende. Nach dem jüngsten 3:0-Erfolg gegen Eichenzell wollen die Bad Sodener ihre positive Entwicklung fortsetzen.
Trainer Sead Mehic ist mit den jüngsten Auftritten seiner Mannschaft zufrieden: „Wenn man alle Ergebnisse sieht und unsere letzten zwei Spiele, haben wir zu Hause bis auf einen Ausrutscher gute Leistungen gebracht. Wir wollen diese Serie, die wir gestartet haben, fortsetzen.“
Den Tabellenstand des Gegners will Mehic dabei nicht überbewerten. „Ich glaube, meine Jungs haben bis dato kein Spiel unterschätzt. Wir gehen mit einer gewissen Demut ins Spiel, aber wir unterschätzen keinen Gegner, unabhängig vom Tabellenplatz.“ Zugleich soll die Mannschaft ihren eigenen Spielstil durchziehen: „Wir wollen den Jungs auch vermitteln, sich weiterzuentwickeln und 90 Minuten lang Leistung zu bringen. Wir wollen Fußball spielen und den Ball haben.“
Für Mehic sind solche Begegnungen auch ein wichtiger Gradmesser für die Entwicklung seines Teams. „Ich glaube, aus solchen Spielen nimmt man mit, dass die Jungs von Woche zu Woche reifer werden. Was am Anfang nicht geklappt hat, klappt mittlerweile. Wenn etwas im Spiel nicht geklappt hat, haben wir immer weitergemacht, und das spricht für die Entwicklung der Mannschaft.“ Entsprechend soll auch gegen den Tabellenletzten kein Gang zurückgeschaltet werden: „Wir verlieren keinen Gedanken daran, weniger zu machen, nur weil sie unten drinstehen.“ Personell kann Bad Soden weitgehend aus dem Vollen schöpfen. „Im Moment sind alle an Bord“, sagt Mehic.
Auch die weiteren osthessischen Teams sind am Wochenende gefordert: Der SV Flieden muss am Samstag um 15 Uhr beim FSV Wolfhagen ran, zeitgleich trifft die SG Barockstadt auf die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach. Am Sonntag steht für die SG Bronnzell das Duell mit Tuspo Rengershausen auf dem Programm.
