Lokales FD 29.10.2026

Uber startet Fahrtenvermittlung in Fulda – Nachfrage riesig

Fulda (jah/pm) – Ob zum Bahnhof, in die Innenstadt oder nach Hause: In Fulda können Fahrgäste ab sofort auch über die Uber-App Fahrten vermitteln lassen. Der Mobilitätsdienst ist am Donnerstag offiziell in der Stadt gestartet. Nach Angaben des Unternehmens gab es bereits zuvor eine deutliche Nachfrage: Rund 50.000 Bestellversuche über die Uber-App wurden in den vergangenen zwölf Monaten aus Fulda verzeichnet.

Foto: Frank Rumpenhorst

Christoph Weigler, General Manager DACH von Uber. Foto: Uber

Uber vermittelt dabei keine eigenen Fahrzeuge. Über die Option UberX werden Fahrten an lokale, lizenzierte Mietwagenunternehmen vermittelt. Zusätzlich gibt es mit Uber Taxi eine Möglichkeit, Fahrten an klassische Taxiunternehmen zu vermitteln. Diese Zusammenarbeit mit lokalen Taxiunternehmen soll nach Angaben von Uber künftig noch ausgebaut werden. „Rund 50.000 Bestellversuche über die Uber App haben wir in Fulda in den letzten zwölf Monaten verzeichnet. Wir freuen uns, nun dieser Nachfrage nach flexibler und verlässlicher Mobilität mit dem Start unseres Fahrtenvermittlungsservices nachzukommen”, sagt Christoph Weigler, Deutschland-Chef von Uber. „Sowohl Nutzer als auch Taxifahrer und Mietwagenunternehmen profitieren von der digitalen Vermittlung. Für die Nutzer gibt es eine weitere, transparente Option, um von A nach B zu kommen. Den Unternehmen, mit denen wir kooperieren, bringen wir zusätzliche Aufträge und den Zugang zu neuen Zielgruppen.”

Festpreis bei UberX

Für Fahrgäste soll vor allem die Preistransparenz eine Rolle spielen. Bei UberX wird der verbindliche Preis bereits vor der Buchung in der App angezeigt. Dieser ändert sich auch bei Stau oder einer längeren Fahrzeit nicht. Bei Uber Taxi gilt dagegen der örtliche Taxitarif. Auch vor dem Einstieg gibt es Informationen zum Fahrer und Fahrzeug: Angezeigt werden unter anderem der Name des vermittelten Taxi- oder Mietwagenunternehmens, ein Fahrerprofil mit Foto, das Kennzeichen sowie die Service-Bewertung. Die Fahrerinnen und Fahrer sind laut Uber bei den jeweiligen Unternehmen sozialversicherungspflichtig angestellt und verdienen mindestens den gesetzlichen Mindestlohn. Die vermittelten Fahrten sind zudem versichert.

So funktioniert die Buchung

Die Nutzung läuft vollständig über die kostenlose Uber-App für iOS und Android. Nach der Einrichtung eines Kontos und der Hinterlegung einer Zahlungsmethode werden Start- und Zieladresse eingegeben. Anschließend kann zwischen den verfügbaren Optionen gewählt werden. Der verbindliche Preis wird bei UberX bereits vor der Bestellung angezeigt. Nach der Buchung vermittelt Uber die Fahrt an ein lizenziertes Partnerunternehmen. Die Anfahrt des Fahrzeugs lässt sich in Echtzeit auf einer Karte verfolgen. Vor dem Einstieg können Fahrgäste Kennzeichen und Fahrzeugmodell abgleichen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen vierstelligen PIN-Code zu verwenden, der nur beim richtigen Fahrzeug die Fahrt freigibt. Bezahlt wird standardmäßig digital – etwa per Kreditkarte, PayPal, Apple Pay oder Google Pay. Alternativ kann in der App auch die Barzahlung ausgewählt werden. Nach der Fahrt erhalten Nutzer einen digitalen Beleg und können die Fahrt bewerten. Auch Trinkgeld lässt sich über die App geben.

Auch als Ergänzung zum Nahverkehr gedacht

Uber sieht das Angebot nicht nur als Alternative zum eigenen Auto, sondern auch als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. „Den Einwohnerinnen, Einwohnern und Gästen der Stadt bieten wir eine verlässliche, komfortable und erschwingliche Mobilitätsoption, die den lokalen Mobilitätsmix sinnvoll ergänzt und eine attraktive Alternative zum privaten Pkw darstellt“, erläutert Maja Ruhbach, Mobility Communications Lead DACH von Uber. Der Dienst soll rund um die Uhr verfügbar sein und insbesondere in den Abend- und Nachtstunden sowie auf der sogenannten ersten und letzten Meile zum Einsatz kommen – beispielsweise als Zubringer zu einer Bushaltestelle oder einem Bahnhof. Für zusätzliche Sicherheit sorgen verschiedene Funktionen innerhalb der App. Dazu gehören unter anderem die Möglichkeit, den Standort und Status einer Fahrt mit Freunden oder Familienmitgliedern zu teilen, sowie die PIN-Verifizierung. Auch ein Notruf lässt sich direkt über die App absetzen. Eine weitere Funktion ermöglicht die Audioaufzeichnung während einer Fahrt. Neben den klassischen Funktionen bietet Uber auch unterschiedliche Einstellungen für bestimmte Zielgruppen an, unter anderem für Jugendliche, Senioren und Familien.

Uber ist bereits seit 2025 in Fulda vertreten

Ganz neu ist Uber in Fulda allerdings nicht. Bereits seit November 2025 können Nutzer über Uber Eats Essen bestellen. Mit dem Start der Fahrtenvermittlung erweitert das Unternehmen sein Angebot nun um den Bereich Mobilität. Uber ist nach eigenen Angaben inzwischen in rund 70 deutschen Städten aktiv. Weltweit ist das Unternehmen in mehr als 15.000 Städten in 71 Ländern vertreten.