Handball 01.10.2026

TV Flieden will Bruchköbel ärgern: „Chancenlos sind wir nicht“

Osthessen (pf) – Abgespecktes Handballprogramm am Wochenende: Während in den Frauen-Oberligen eine kleine Pause für die hiesigen Teams ansteht, wollen die Männer des TV Flieden in der Oberliga Süd weiter für Furore sorgen. Es wartet das Gastspiel am Sonntag (17 Uhr) beim Regionalliga-Absteiger Bruchköbel. Ebenfalls am Sonntag spielt die HSG Großenlüder/Hainzell zuhause, während der TV Hersfeld eine Klasse höher schon am Samstag dran ist.

Der TV Flieden um Trainer Dominic Di Meglio (Mitte) ist in der Oberliga Süd angekommen und will nun weiter überraschen. Foto: Christine Görlich

Der TV Hersfeld hatte in der Regionalliga eine Woche Zeit zum Durchschnaufen und nun das nächste Auswärtsspiel vor der Brust: Am Tag der Deutschen Einheit um 19 Uhr ist der Aufsteiger zu Gast bei der HSG Groß-Bieberau/Modau. Die Hersfelder hatten nach ihrem Auftaktsieg eine deutliche Pleite in Baunatal kassiert und müssen nun in der Abwehr wieder stabiler auftreten: Denn mit Groß-Bieberau/Modau wartet der aktuelle Tabellenführer, der bisher alle seine drei Saisonspiele gewann und mit 112:85 schon ein beachtliches Torverhältnis aufweist.

In der Oberliga Süd ist der TV Flieden längst angekommen: Der Aufsteiger gewann zwei seiner drei Auftaktpartien und hatte auch vor zwei Wochen beim 27:29 gegen die HSG Bachgau war mehr drin. „Da haben wir leider die ersten zehn Minuten etwas verschlafen, und in der Oberliga wirst du halt sofort bestraft. Aber wenn das Spiel noch länger gedauert hätte, hätten wir auch das gewinnen können“, so Fliedens sportlicher Leiter Thorsten Seng, der nach dem Sieg in der Vorwoche gegen Obernburg II aber vollauf zufrieden sein konnte: „Vier Punkte haben wir erstmal, das ist natürlich besser, als unten drin zu stehen. Dann gehen die Köpfe auch mal schnell runter…“. Nun wartet am Sonntag (17 Uhr) das Duell bei der SG Bruchköbel, die als Regionalliga-Absteiger zu den Mitfavoriten zählt, aber ganz schwer in Tritt gekommen ist. Die ersten beiden Spiele wurden verloren, zuletzt gab es nur einen ganz knappen Erfolg bei der HSG Bachgau, wo Flieden auch auf Augenhöhe war. „Chancenlos sind wir da nicht. Ich hoffe, dass wir etwas reißen können. Der Heimsieg zuletzt hat uns auf jeden Fall Selbstvertrauen gegeben“, meint Seng.

Nord-Oberligist HSG Großenlüder/Hainzell ist in Fahrt gekommen und steht bei zwei Siege in Folge: Nach Twsitetal und Ost-Mosheim wartet nun die nächste Prüfung auf die Lüderer Männer. Am Sonntag um 17 Uhr steht das Heimspiel gegen Hofgeismar/Grebenstein an. Sollten die Gastgeber ihre Leistung der vergangenen Wochen bestätigen können, stehen die Chancen auf einen Heimsieg gut: Der Gegner wartet nach drei Spielen noch immer auf die ersten Punkte. In der Lüdertalsporthalle will die HSG entsprechend weiter in Richtung vordere Tabellenplätze klettern.

Die Frauen haben an diesem Wochenende gänzlich spielfrei: In den Oberligen Nord und Süd finden dieser Tage nur vereinzelte Spiele statt, aber ohne osthessische Beteiligung. Der TV Hersfeld ist am 17. Oktober wieder dran, die HSG Großenlüder/Hainzell einen Tag später, und der TV Flieden in der Süd-Staffel ebenfalls an jenem Wochenende erst.