Männer
Regionalliga: Groß-Umstadt – TV Hersfeld 35:31 (14:14)
Vierte Niederlage für den TVH in Folge – und eine äußerst bittere noch dazu: Vor allem im ersten Durchgang waren die Gäste die bessere Mannschaft gegen den neuen Tabellenführer der Regionalliga. „Wir waren spielerisch eigentlich die bessere Mannschaft“, haderte TVH-Coach Michael Stock, der seinem Team jedoch keinerlei Vorwürfe machen konnte: „Wenn wir so spielen, bin ich mir sicher, dass wir diese Saison noch viele Punkte holen werden. Wir haben trotz allem die Köpfe oben behalten und sensationell gekämpft.“ Zumindest ergebnistechnisch verlief die Partie über die kompletten 60 Minuten nahezu auf Augenhöhe – bei noch etwa zehn Minuten auf der Uhr ging der TVH durch einen Treffer von Fynn Reinhardt sogar mit 26:25 in Führung. „Die Führung haben wir in der Crunchtime dann leider hergeben“, konstatierte Stock. Fünf Treffer in Folge brachten die Gastgeber anschließend auf die Siegerstraße, wobei der Hersfelder Coach zumindest mit dem einen oder anderen Pfiff der Unparteiischen haderte: „Sie haben teilweise gut gepfiffen, das muss man sagen. Aber manche Pfiffe konnte ich nicht akzeptieren, manche Entscheidungen wurden im Ungleichgewicht gefällt – leider auch ausschlaggebende Pfiffe in der entscheidenden Phase.“ So erhielten die Hausherren in den letzten zehn Minuten zwei Siebenmeter, darüber hinaus wurden Zwei Minuten gegen Hersfelds Jonas Lüder gepfiffen. Stock wollte diese Tatsache jedoch nicht zu hoch hängen und stellte vielmehr das Positive heraus: „Wir haben den Gegner vor große Aufgaben gestellt, haben uns selbst gut bewegt, geduldig gespielt und Lösungen gefunden. Darauf müssen wir aufbauen.“
TV Hersfeld: Sauerbier (2), Rehberg (8), Bachus (2), Lüder (3), Ley (6), Voß, Hüter, Kürten, Wiegel (3), F. Reinhardt (5), L. Reinhardt (2), Thole, Mudrak
Oberliga Süd: TV Flieden – OFC Kickers 29:28 (13:14)
Der TVF bleibt zuhause eine Macht und feierte gegen Offenbach bereits den vierten Sieg im vierten Heimspiel – und dabei bewies das Team von Dominic Di Meglio wahre Comeback-Qualitäten. Der Start verlief ausgeglichen, keines der beiden Teams konnte sich nennenswerte Vorteile erspielen. Waren es zunächst die Gäste, die mehrfach vorlegen konnten, drehte Flieden den knappen Rückstand nach dem 5:6 und legte beim 9:7 erstmals zwei Tore vor. Flieden agierte sehr kompakt im Defensivverbund, sodass es für Offenbach unheimlich schwer war, zu klaren Wurfmöglichkeiten zu kommen. Eine kurze Schwächephase seitens der Gastgeber sorgte dafür, dass Offenbach mit vier Toren in Serie die Führung wieder an sich riss. Mit einer knappen Gäste-Führung wurden auch die Seiten gewechselt. Der TVF kam zunächst fehlerbehaftet aus der Kabine und lud die Auswärts-Sieben dadurch zu Chancen im Tempogegenstoß ein. In der 44. Minute zog Offenbach auf 24:18 davon und es schien auf die erste Heimniederlage des Turnvereins hinauszulaufen. Angetrieben von der Halle bewiesen die Hausherren aber eine unglaubliche Moral, glichen zunächst aus und gingen vier Minuten vor Ende der Partie erstmals seit längerer Spieldauer wieder in Führung. Dank starker Abwehr- und Torhüterleistung brachte der TVF diesen knappen Vorsprung über die Zeit. „Das wir dieses Spiel noch ziehen, hat in erster Linie zwei Gründe. Zum einen ist es die mannschaftliche Geschlossenheit, der Zusammenhalt und die unfassbare Leidenschaft, die es ermöglichen, solche Spiele noch zu drehen. Zum anderen ist es diese Halle mit unglaublichen Zuschauern, die Woche für Woche dieses Team nach vorne pushen“, lobte Di Meglio sowohl Team als auch Zuschauer.
TV Flieden: Reich, Müller, Räsch (3), Goldbach (6/3), Wingefeld, Seng (2), Ebert, Bagus (9), Betz (1), Koch (1), Weismüller (1), Linowski (4), J. Schöppner (2), M. Schöppner
Oberliga Nord: HSG Großenlüder/Hainzell – TSV Wollrode 42:29 (15:7)
Fünfter Sieg im siebten Spiel für die Mannschaft von Trainer Sebastian Peppler – und der war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr: Bereits nach der Hälfte des ersten Durchgangs führten die Gastgeber mit 10:3 und erstickten jegliche Versuche einer Aufholjagd von Wollrode im Keim. Angeführt vom starken Henrik Dimmerling, der seine Farben mit zehn Treffern anführte, ließ die HSG auch in der Folge nichts mehr anbrennen. Zur Pause stand bereits ein deutliches 15:7 auf der Anzeigentafel, nach 40 Minuten wuchs der Vorsprung erstmals auf zehn Tore.
HSG Großenlüder/Hainzell: Stradtmann, Sippel (3), Weinbörner (4), Bosold (4), Wessling (1), May, S. Dimmerling (6/6), Münker (2), Gaul, Malolepszy, L. Dimmerling (4), Grosch (3), Jordan, Nechvatal (2), Deppe (3), H. Dimmerling (10)
Frauen
Oberliga Süd: HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden – TV Flieden 37:36 (19:16)
Ähnlich dramatisch, aber weniger erfolgreich verlief das Gastspiel der Fliedener Damen in der Sporthalle Braunshardt: Die Mannschaft von Trainer Holger Hölzinger lief über die kompletten 60 Minuten einem Rückstand hinterher und musste sich am Ende mit nur einem Tor Unterschied geschlagen. Phasenweise lagen die Gäste mit fünf Toren zurück, ließen sich jedoch zu keiner Zeit hängen und arbeiteten in den letzten Minuten am Comeback. Lorena Krso sorgte nach 56 Minuten erstmals nach dem Anwurf wieder für den Ausgleich, in der Folge hatte die Hölzinger-Truppe aber Pech mit der einen oder anderen Schiedsrichter-Entscheidung. Gleich drei Zeitstrafen kassierte der TVF in den letzten vier Minuten, sodass ein Sieg in immer weitere Ferne rückte. Luisa Yasar sorgte mit ihrem Treffer zum 36:37 aus Fliedener Sicht 13 Sekunden vor der Schlusssirene nochmal für Hoffnung, am Ende brachten die Gastgeber das knappe Ergebnis aber über die Zeit.
TV Flieden: Hilb; Flauger (1), T. Bagus (3), Krso (8/4), Reichenauer, Hölzinger (6/2), Yasar (5), Pappert (3), C. Bagus, Fiedler (2), Lehmann (8)
