An vier Tagen setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit der UN-Menschenrechtscharta auseinander und beleuchteten die Verknüpfung von Religions-, Meinungs- und Gewissensfreiheit. Ziel war, das Bewusstsein für den Wert der Religionsfreiheit im eigenen Alltag sowie im globalen Kontext zu schärfen und Vorurteile abzubauen.
Beeindruckt waren die Neunt- und Zehntklässler von den Erzählungen der pakistanischen Theologin Sana Iqbal, die von ihren Erfahrungen in ihrer Heimat berichtete. Durch die Auseinandersetzung mit der Situation in Pakistan wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich, wie wertvoll Religions- und Meinungsfreiheit sind. Denn auch in Deutschland müssen Religionsfreiheit und alle anderen Freiheits- und Menschenrechte stets neu verstanden und gelebt werden, um die Demokratie zu bewahren.
Genau dieses Bewusstsein will missio Aachen stärken. Theaterpädagogin Jessica Stukenberg hatte das Projekt für das Domgymnasium weiterentwickelt, nachdem sie es vor mehreren Jahren gemeinsam mit Steffen Jahn, Leiter des Dezernates Weltkirche beim Bistum Fulda und missio-Referent, erarbeitet hatte. Auch diesmal waren die beteiligten Schülerinnen und Schüler mit viel Eifer dabei. Sie lernten Grundkenntnisse für das Theaterspiel, entwickelten eigene Szenen und erfuhren viel über Religionsfreiheit und Menschenrechte. Zum Abschluss wurde das Stück der Schulgemeinde präsentiert. Die daraus gewonnene Erkenntnis: Religionsfreiheit geht uns mehr an, als uns vielfach bewusst ist.
