Lokales FD 16.10.2026

Stadtleben im Kleinformat – Tag der offenen Tür in Mini-Fulda

Fulda (sg) – Die kleinen Bürgerinnen und Bürger von Mini-Fulda konnten eine Woche lang in 14 Werkstätten das „richtige Leben“ kennenlernen. Zum Abschluss am Freitagnachmittag hatte die Bürgermeisterin der Spielstadt, Tuana Laura Wagner, zu einem Tag der offenen Tür im Kanzlerpalais eingeladen, bei dem die Eltern und andere interessierte Erwachsene Mini-Fulda kennenlernen konnten.

Foto: Sabrina Gram.

„Hat sich das gelohnt mit dem Mini-Fulda?“, fragte Heike Münker, die das Projekt seit nurmehr 15 Jahren koordiniert, bei der Eröffnung der Veranstaltung. Die Antwort der anwesenden Kinder war ein einstimmiges „Ja“. Nach einer Erläuterung der Funktionsweise der Spielstadt und der Aufgaben der dortigen Bürgermeisterin wurden bereits die ersten Ergebnisse Mini-Fuldas präsentiert: Die Mitglieder der Tanzwerkstatt gaben eine Kostprobe ihrer Fähigkeiten. Danach folgten die von den Kindern produzierten Mini-Fulda-Nachrichten, in denen die Gäste mit hinter die Kulissen der Spielstadt genommen wurden. Beides sorgte für großen Beifall im Saal.

Im Anschluss wurden die Erwachsenen von den Mini-Fulda-Stadtführern zu den einzelnen Bereichen der Spielstadt gebracht. In der Redaktion und im Nachrichtenstudio konnten die Gäste verfolgen, wie die Kinder ihre Mini-Fulda-Zeitung und ihre Nachrichtensendungen, welche am Ende jedes Tages über die Ereignisse in der Spielstadt berichteten, produzierten. Danach ging es für die Erwachsenen zum Rathaus, wo sie einen Umschlag mit „Elterngeld“ in Empfang nehmen durften, um später mit den Mini-Fulda-Talern einkaufen gehen zu können. 

Im Arbeitsamt konnten die Bürgerinnen und Bürger Mini-Fuldas sich jeden Tag einen Beruf aussuchen und später dann ihren Lohn abholen – wobei realitätsgetreu auch Steuern erhoben wurden. Ihren Lohn konnten die Kinder unter anderem zur Bank bringen und für ihr Erspartes Zinsen erhalten. Auch war es möglich, Aktien zu kaufen oder Kredite für eigene Unternehmen aufzunehmen. In der Bäckerei und im Kiosk konnten die Kinder ihr Geld wiederum für Snacks ausgeben. Zeit für Bewegung war in der Tanz- und in der Sportwerkstatt, die am Tag der offenen Tür allerdings beide geschlossen hatten.

Eigene Produkte herstellen konnten die Mini-Fuldaer beim Juwelier oder in der Kreativwerkstatt, der Töpferei oder der Fabrik, die sich im Keller des Gebäudes befanden. Die Waren wurden beim Tag der offenen Tür in der Empfangshalle ausgestellt und konnten von den Erwachsenen mit Mini-Fulda-Talern erworben werden.