Die Polizei erklärt, dass die Täter häufig mit gefälschten Profilen über soziale Netzwerke oder Datingplattformen Kontakt aufnehmen. In geschickt geführten Chatverläufen versuchen sie, das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen und an intime Fotos oder Videos zu gelangen. Anschließend drohen sie damit, die Aufnahmen an Freunde oder Arbeitgeber weiterzuleiten, wenn kein Geld gezahlt wird.
Im vorliegenden Fall chattete ein 31-Jähriger aus Fulda von Mittwoch (14. Oktober) bis Donnerstag (15. Oktober) über soziale Medien mit einem Unbekannten. Nach kurzer Zeit tauschten die beiden intime Fotos aus. Anschließend drohte der Unbekannte damit, die Bilder an die Freundesliste des Mannes zu versenden, falls dieser nicht Gutscheine kaufe und die entsprechenden Codes übermittle.
Die Polizei rät, keine intimen Inhalte an Unbekannte zu senden – auch nicht im Videochat. Zudem sollten Betroffene bei ungewöhnlich schnellen Annäherungen im Internet misstrauisch sein und keinesfalls Geld zahlen, da dies die Erpressung häufig nicht beendet. Chatverläufe und Screenshots sollten als Beweise gesichert werden.
