„Tiere gehören zum Leben dazu“, sagte Pater Cornelius Bohl, der die Andacht gemeinsam mit Stadtpfarrer Stefan Buß leitete. Sie seien treue Begleiter im Leben. Die Feier sei ein Anlass Gott für die ganze Schöpfung zu danken und daran zu erinnern, dass der Mensch nicht nur für sich und die Tiere verantwortlich sei, sondern für die ganze Schöpfung. Bohl nahm auch Bezug auf Franz vor Assisi, dessen Todestag genau 800 Jahre zurückliege. Buß berichtete von einem Gespräch, dass er kürzlich mit einem Tierarzt hatte und sagte: „Vielleicht können Tiere uns Menschen sogar manchmal etwas über das Leben beibringen.“ Dabei verwies er zum Beispiel auf das Vertrauen, dass die Tiere den Menschen entgegenbringen und das Leben im Augenblick.
Zur Segnung gingen Buß und Bohl die lange Reihe der Besucher entlang. Einige Gäste nahmen ihre tierischen Begleiter für diesen Moment auf den Arm. Neben zahlreichen Hunden in allen Größen und Farben waren unter anderem auch zwei Kaninchen, eine Gans und zwei Hühner, die beim musikalischen Lobpreis Gottes laut mit einstimmten, mit auf den Frauenberg gebracht worden. Der wohl älteste Besucher war eine schon über 80 Jahre alte Schildkröte, die während der Andacht eine Runde über das Kopfsteinpflaster auf dem Vorplatz der Klosterkirche drehte. Musikalisch begleitet wurde die Tiersegnung von Karl-Heinz Vogel auf der Klarinette.
