Als klassenhöchstes Team trifft es Verbandsligist Bad Soden, die Sprudelkicker werden mit einem Punkt Abzug bestraft. In der Gruppenliga sind die SG Oberzell/Züntersbach, die SG Johannesberg, der SV Neuhof sowie Borussia Fulda betroffen. Allen vier Teams wird ebenfalls ein Punkt abgezogen. Auch einige Kreisoberligisten bleiben nicht verschont: In der KOL Mitte betrifft das die SG Edelzell/Engelhelms, den Türkischen SV und die SG Reulbach/Brand. Im Norden wurden vier Teams sanktioniert: Rot-Weiß Burghaun, die FSG Jossatal, die SG Heinebach/Osterbach sowie der VfL Philippsthal. In der KOL Süd trifft es die Spvgg. Hosenfeld, die SG Welkers/Rönshausen und die SG Schmalnau/Hettenhausen/Gersfeld. Auch in allen Kreisoberligen beläuft sich die Strafe auf einen Punkt.
Jeder Verein beziehungsweise jede Spielgemeinschaft muss im Hessischen Fußball-Verband abhängig vom eigenen Bedarf eine bestimmte Zahl an Spielleitungen stellen. Wird dieses Soll nicht erfüllt, droht zunächst eine Geldstrafe. Bei einer erneuten Nichterfüllung kommt zusätzlich ein Punktabzug hinzu. Für die Saison 2025/26 hat der HFV die Regelungen allerdings angepasst: Erstmals wurde der Punktabzug auf einen Punkt begrenzt – auch bei Spielgemeinschaften. Gleichzeitig stieg die Zahl der anrechenbaren Spielleitungen von 50 auf 75. Bei den D-Junioren und D-Juniorinnen müssen zudem nur noch für die D-1 Spielleitungen erbracht werden.
Die Änderungen zeigen sich laut HFV auch bei den Widersprüchen und Sanktionen. Gegen die Bescheide des Verbandes gingen lediglich sieben Widersprüche ein, drei davon wurden vollständig oder teilweise anerkannt. Insgesamt seien die Widersprüche im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Zudem mussten nach Angaben des Verbandes „weit über 100 Punkte“ weniger abgezogen werden. Auch die Zahl der verhängten Geldstrafen sei deutlich gesunken.
„Wir haben in dieser Saison die Voraussetzungen für die Erfüllung und die Auswirkungen der Nichterfüllung zu Gunsten der Vereine geändert“, erklärte Verbandsschiedsrichterobmann Klaus Holz. Die organisatorische Abwicklung sei zudem beschleunigt worden, sodass die Vereine von einer besseren Planbarkeit profitieren könnten.
Gleichzeitig sieht der HFV eine positive Entwicklung bei der Zahl der Unparteiischen. Im Laufe der vergangenen Saison stieg die Zahl der aktiven Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in Hessen um 216 und damit um knapp fünf Prozent. „Der Gedanke hinter dem Schiedsrichter-Pflichtsoll beinhaltet in erster Linie, dass wir ausreichend viele aktive und engagierte Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in Hessen zur Verfügung haben“, sagte Verbandsfußballwart Matthias Schmelz.
Die noch ausstehenden Punktabzüge werden bis Ende Oktober schrittweise in die jeweiligen Tabellen eingepflegt. Das betrifft die LOTTO Hessenliga, Verbands- und Gruppenligen ebenso wie die Ligen auf Kreisebene.
Punktabzüge
Hessenliga
FC Gießen
Verbandsliga Nord
SG Bad Soden
Gruppenliga
Borussia Fulda, SG Johannesberg, SV Neuhof, SG Oberzell/Züntersbach
Kreisoberliga Mitte
SG Edelzell/Engelhelms, Türkischer SV Fulda, SG Reulbach/Brand
Kreisoberliga Nord
Rot-Weiß Burghaun, FSG Jossatal, VfL Philippsthal, SG Heinebach/Osterbach
Kreisoberliga Süd
Spvgg. Hosenfeld, SG Schmalnau/Hettenhausen/Gersfeld, SG Welkers/Rönshausen
A-Liga Mitte
SG Nüsttal/Dammersbach, FSV Pfordt, TSV Ufhausen
A-Liga West
Spvgg. Bimbach, DJK Buchonia Fulda, SG Müs II/Stockhausen, FC Niederkalbach
A-Liga Ost
SG Ulstertal, SG Motten/Kothen, FSV Steinau/Steinhaus
A-Liga Süd
SG Sterbfritz/Sannerz
B-Liga Lauterbach
SG Lautertal
B-Liga West
Aschenberg United, PSV Blau-Gelb Fulda, SG Giesel/Hosenfeld II
B-Liga Süd
SG Gundhelm/Vollmerz, TSV Heubach, KSG Radmühl
