Die Idee entstand aus eigenen Erfahrungen. Beide Frauen sind Mütter und kennen die Herausforderungen der Selbstständigkeit. Neben ihrer eigentlichen Arbeit müssen viele Fachleute auch Werbung machen, Räume suchen, organisieren und abrechnen. Genau diese Aufgaben übernehmen die Rhöner Wurzelräume für ihre sogenannten Wurzelpartner. Die selbstständigen Fachleute können dort Kurse, Beratungen und Workshops anbieten.
Das Programm reicht von Eltern-Baby-Kursen und Angeboten für Kinder über Elternabende bis hin zu Gesundheitskursen und kreativen Workshops. Gleichzeitig soll am Ritzelshof ein Ort entstehen, an den sich Menschen wenden können, wenn sie Unterstützung benötigen – oder bereits bevor Probleme entstehen. „Einen Ort, an den man kommen kann, wenn es irgendwo hakt – oder, noch besser, bevor es überhaupt hakt“, beschreibt Anastasia Gossen die Idee. Ebenso soll der Ort Raum bieten, um andere Menschen kennenzulernen, Neues auszuprobieren oder den Kopf freizubekommen.
Beide Gründerinnen engagieren sich im Ehrenamt. Ihr Leitsatz lautet: „Man kann keine Hand halten, ohne dass die eigene gehalten wird.“ Dankbar sind sie der Familie Baumgarten vom Ritzelshof, die ihre Idee von Beginn an unterstützt hat.
Nun möchten Fürstweger und Gossen die Rhöner Wurzelräume bekannter machen. „Der Aufbau ging schneller als unsere Bekanntheit“, sagt Karina Fürstweger. Die Räume, die Wurzelpartner und die Angebote seien bereits vorhanden. Jetzt gehe es darum, möglichst viele Menschen aus der Region darauf aufmerksam zu machen. „Denn am Ende sind Räume eben erst einmal nur Räume. Wurzeln bekommen sie durch die Menschen, die hineinkommen.“
Das aktuelle Programm und Informationen zur Anmeldung gibt es unter wurzelraeume.de. Ein ausführliches Interview mit den Gründerinnen ist außerdem bei der Gründerregion Fulda unter gruender-region-fd.de/rhoener-wurzelraeume erschienen.
