Die Gastgeber hielten von Beginn an das Tempo hoch. In den ersten 20 Minuten wirkte das Spiel der Luchse noch etwas unkonzentriert. Trotzdem leuchteten die Lauterbacher zuerst auf der Anzeigetafel auf: Curtis Hammond spielte Jesse Lottonen vor dem Gehäuse von Ex-Luchs Mateusz Majewski frei, und Lottonen konnte sich die Ecke aussuchen. Die Luchse führten mit 0:1. Die Unkonzentriertheiten zeigten sich dann auf der Strafbank. Zuerst musste ein Luchs wegen zu vieler Spieler auf dem Eis in die Kühlbox, kurz darauf folgte Corey Schultheis wegen unsportlichen Verhaltens. Die doppelte Unterzahl überstanden die Gäste aber unbeschadet. Großen Anteil daran hatte Luchse-Torhüter Benjamin Vavrena, der an diesem Abend stark hielt und seine Farben ein ums andere Mal im Spiel hielt. Nach der überstandenen Unterzahl schlug Tobias Schwab zu: Auf Zuspiel von Lottonen und Seiz traf er zum 0:2-Pausenstand.
Im Mittelabschnitt kamen die Gastgeber besser ins Spiel. Zunächst jubelten aber wieder die Luchse: David Sperl überwand Majewski mit einem präzisen Schuss ins lange Eck zum 0:3. In der 27. Minute verkürzte Erik Thiel für die Real Stars auf 1:3. Die Hausherren drückten weiter, doch die Luchse-Defensive hielt, und Vavrena ließ bis zur zweiten Pause nichts mehr zu.
Im Schlussabschnitt war die Marschroute klar: Gegentore verhindern und die Führung mit nach Hause nehmen. Das gelang den Luchsen, und erneut David Sperl stellte sogar noch den 1:4-Endstand her. Sein verdeckter Schuss fand den Weg durch mehrere Beine und Schläger ins Tor. Einziger Wermutstropfen des Abends war die Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Curtis Hammond eine Minute vor Spielende. Damit fehlt den Luchsen einer ihrer Top-Stürmer im wichtigen Duell am Sonntag.
Am Sonntag geht es für die Luchse bei den Ice Aliens in Ratingen weiter, einem weiteren Top-Favoriten auf die Meisterschaft. Ob die Mannschaft von Trainer Dieter Reiss auch dort Beute machen kann, wird sich zeigen. Zeigt das Team erneut so viel Moral und Kampfgeist wie am Freitag, ist sicherlich alles drin.
