Handball 03.10.2026

Regionalliga – Hersfeld hält gegen den Primus lange super mit

Groß-Bieberau (pf) – Der TV Hersfeld musste am Samstagabend zwar eine Auswärtsniederlage in der Handball-Regionalliga schlucken, doch lieferte ein richtig ansehnliches Spiel ab: Bei der HSG Groß-Bieberau/Modau hieß es am Ende 31:37 (17:19) aus Sicht des Aufsteigers. Dabei standen die Hersfelder mit den „Falken“ dem aktuellen Tabellenführer gegenüber und machten es dem Gegner phasenweise absolut schwer.

Jannik Bachus und der TV Hersfeld zeigten eine starke Leistung beim Tabellenführer. Archivfoto: Christine Görlich

Gegen den Tabellenzweiten der Vorsaison hatte sich der TVH nichts vorzuwerfen, wie Trainer Michael Stock hinterher sagte: „Das war ein richtig, richtig gutes Spiel von uns. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorher vorgenommen hatten, und haben in der Deckung echt gut gestanden“.

Mit Rechtsaußen Kevin Kunzendorf, der satte 16 Tore erzielte, hatte Hersfelds Gegner den Unterschied-Spieler in seinen Reihen. Mit diesen Treffern steht er nun bei 51 Toren in vier Partien und führt die Liga mit weitem Vorsprung an. „Wir haben sie in der 3-2-1-Deckung vor Aufgaben gestellt – da müssen die Außen ja irgendwann die Abschlüsse nehmen“, sagte Stock. Doch den Rechtsaußen aus dem Spiel zu nehmen, war einfacher gesagt als getan: „Das geht nicht nur uns so, sondern allen Gegnern in der Liga“.

Der TVH war von Beginn an gut im Spiel und bestimmte in den ersten acht Minuten sogar das Geschehen. Dann setze sich Groß-Bieberau/Modau erstmals auf zwei, drei Tore ab, doch auch diese kurz Schwächephase konnte Hersfeld überbrücken und kämpfte bis zur Pause weiter. Aus einem 10:15 (21.) wurde wieder ein 17:19 zur Halbzeit, auch danach hielten die Gäste das Spiel lange offen. Sogar bis auf 26:27 war der TV Hersfeld eine Viertelstunde vor Schluss dran, ehe der Gegner nochmal einen Gang zulegte. Hintenraus ging Stock dann etwas Risiko und brachte teilweise den siebten Feldspieler, „dabei haben wir auch Lösungen gefunden“, so der Trainer, „sind dann aber am Torwart oder am Pfosten gescheitert“. So wurde es ganz zum Schluss zwar etwas deutlicher, doch der Aufsteiger aus der Lolls-Stadt hat Eindruck hinterlassen. „Wir brauchen uns hier überhaupt nicht zu verstecken. Das war durch die Bank ein starkes Spiel von allen, die zum Einsatz kamen“, lobte er sein Team: „Das wirft uns auf keinen Fall um“. Kommende Woche hat Hersfeld frei, das Lolls-Heimspiel steigt dann am 17. Oktober gegen Dotzheim/Schierstein.

TV Hersfeld: Sauerbier, Bachus (8/3), Hasselbach (1), Dellmuth, Ley (2), Voß, Hüter (2), Becker (2), Kürten, Wiegel (3), F. Reinhardt (2), L. Reinhardt (11), Kümmel, Mudrak.