Nach der Alarmierung um 14.30 Uhr rückten die Jugendfeuerwehren aus Arzell, Leibolz, Eiterfeld, Wölf, Leimbach/Betzenrod, Buchenau, Dittlofrod/Körnbach, Großentaft und Ufhausen über die jeweiligen Bereitstellungsräume an. Vor Ort bot sich den Nachwuchskräften in den weitläufigen, mit Holz gefüllten Lagerhallen ein täuschend echtes und anspruchsvolles Einsatzszenario: insgesamt acht Personen galten in den Lagerhallen als vermisst und mithilfe mehrerer Nebelmaschinen waren die großen Hallen komplett verraucht. Nachdem die jungen Einheitsführer ihre Erkundung abgeschlossen hatten, arbeiteten sie ihre Einsatzaufträge ab und wurden dabei von Mitgliedern der Einsatzabteilung unterstützt. Die Einsatzleitung der Großübung hatte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Steffen Keller inne.
Ausgestattet mit speziellem Übungsequipment gingen die Trupps gezielt zur Menschenrettung vor. Für realistische Übungsbedingungen sorgten dabei präparierte Übungspuppen mit Wärmepads, die mithilfe von Wärmebildkameras aufgespürt werden mussten, sowie Lautsprecherboxen, die realistische Hilferufe einspielten.
Die Übung war taktisch in verschiedene Abschnitte unterteilt: Während die Jugendfeuerwehren aus Arzell, Leibolz, Eiterfeld und Wölf sowie Leimbach/Betzenrod, Buchenau und Dittlofrod/Körnbach die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Innenangriff mit mehreren Rohren übernahmen, kümmerten sich die Jugendfeuerwehren aus Großentaft und Ufhausen um die Wasserversorgung vom Hydranten und bauten einen Patientenablageplatz für eine adäquate Betreuung der Verletzten auf. Auch eine simulierte Mayday-Lage im Verlauf der Übung forderte die volle Konzentration des Feuerwehrnachwuchses.
„Die diesjährige Großübung zeigte wieder eindrucksvoll, dass unsere Jugendfeuerwehrmitglieder das Feuerwehrhandwerk beherrschen und sehr gut auf den späteren aktiven Einsatzdienst in unseren Freiwilligen Feuerwehren vorbereitet sind“, betont Gemeindejugendfeuerwehrwartin Anna-Lena Kalb. Auch der Firmeninhaber Uwe Hartmann und die Betriebsleitung des Sägewerks Hartmann zeigten sich im Anschluss vollauf zufrieden und begeistert über das große Engagement der Freiwilligen Feuerwehr.
