Lokales 10.10.2026

„Ragebait“ ist das Jugendwort des Jahres 2026

Stuttgart (pm/pf) – Mit 36,5 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen ist „Ragebait“ das Jugendwort des Jahres. Knapp dahinter folgen „Peak“ mit 33,8 Prozent und „Crashout“ mit 29,7 Prozent der Votes. Am 29. Mai war die Kampagne mit der Einreichungsphase gestartet. Das kommunizierte der Langenscheidt-Verlag am Samstag.

Symbolfoto: Görlich Media

„Das knappe Ergebnis zeigt, dass alle drei Begriffe einen festen Platz im Vokabular der Generationen Z und Alpha haben“, erklärt Artur Raiser, Marketing Manager der PONS Langenscheidt GmbH. „Ragebait hatte von Beginn an die Nase leicht vorne, doch nur so leicht, dass bis zuletzt nicht eindeutig war, welches Wort als Sieger aus dem diesjährigen Voting hervorgehen würde. So blieb es auch für uns im Verlag bis zuletzt spannend.“

Mit „Ragebait“, zu deutsch „Wut-Köder“, sind Inhalte gemeint, die in sozialen Medien absichtlich Zorn oder Empörung auslösen sollen. Häufig sind dies Falschmeldungen oder abstruse Meinungen, die einen Schwall an Likes und Kommentaren provozieren und damit eine hohe Reichweite erzielen. Einen „Crashout“ hat, wer vollkommen die Fassung verliert und wenn etwas „Peak“ ist, dann ist es das Beste vom Besten oder eine 10 von 10.

Vom Kampagnenstart Ende Mai bis zur Bekanntgabe des Jugendwortes hatten sich in diesem Jahr rund eine Million Jugendliche beteiligt.

Jugendsprache – mal belächelt, mal heiß diskutiert

Mitmachen konnten Jugendliche zwischen elf und 20 Jahren, abgestimmt wurde auf der Website jugendwort.de. Seit 2008 sucht Langenscheidt – der Verlag, der inzwischen mit PONS unter PONS Langenscheidt GmbH firmiert – das Jugendwort des Jahres. Wörter wie „Gammelfleischparty“ (2008) oder „Smombie“ (2015) wurden mal als kreative Wortkreationen belächelt, mal als Beleidigung empfunden und kamen bei älteren Generationen nicht immer gut an.

Jugendsprache ist heute schnelllebiger denn je. „Begriffe entstehen und verbreiten sich rasant über TikTok, Instagram und Co. – und verschwinden mitunter ebenso schnell, wie sie gekommen sind“, so Artur Raiser. „Manche Wörter wie beispielsweise ‚Digga‘ entwickeln sich zu Dauerbrennern und tauchen immer wieder in den Top 10 auf. Andere neue Begriffe, wie das Jugendwort 2024 ‚Aura‘ etablieren sich nach und nach generationsübergreifend.“

Wie lange die aktuellen Begriffe, von den Top Zehn bis zum Siegerwort „Ragebait“, im Sprachgebrauch der Jugendlichen bleiben werden, wird sich bis zur nächsten Abstimmungsrunde zeigen. Die Suche nach dem Jugendwort 2027 startet im nächsten Sommer.