„Wir haben eine Bestandsaufnahme gemacht, die Bauplanung vorangetrieben und alle offenen Fragen geklärt. Das war eine herausfordernde Aufgabe, immerhin stand die Baustelle über einige Jahre still. Nun sind wir mit dem Großteil der Handwerksfirmen, die an dem Bau beteiligt, und von der Insolvenz betroffen waren übereingekommen - am Montag kann die Arbeit beginnen.“ Das sagt Ralf Pfannkuche, kaufmännischer Vorstand der Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen, einem Träger von 21 Altenpflegezentren in Nordhessen und dem westlichen Thüringen, zu dem auch das Haus Emmaus in Fulda gehört.
Der evangelische Träger aus Hofgeismar hatte das Quartier nach langen Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter der Familienstiftung Pokrzewinski im Frühjahr übernommen. Jetzt beginnen die Bauarbeiten zur Fertigstellung des Quartier-Projekts mit einer stationären Einrichtung, Tagespflege, Service-Wohnungen, einer Bäckerei mit Cafe´ und einem Ärzte- und Apothekerhaus.
Pfannkuche: „Zunächst ist die Fertigstellung des stationären Pflegeheims geplant, dann die Tagespflege und der Ausbau weiterer Wohnungen mit Service. Für das Ärzte- und Apothekerhaus suchen wir aktuell noch einen Nachfolger/eine Nachfolgerin für das MVZ (Medizinische Versorgungs-Zentrum).“ Insgesamt rechnet der Altenhilfe-Chef mit 12 bis 15 Monaten Bauzeit: „Wir hoffen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Emmaus in Fulda das übernächste Weihnachtsfest bereits in Dipperz begehen können.“
Denn das ist der Plan: Die Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen, die seit fast 100 Jahren mit dem Haus Emmaus ein evangelisches Altenpflegeheim in Fulda mit 45 Plätzen betreibt, will mit der Übernahme des Pflegezentrums Am Holzbach ein deutliches Zeichen für die diakonische Pflege in der Region Fulda setzen. Bisher ist die Pflegeeinrichtung in einem alten Parkhotel am Frauenberg untergebracht. Das Haus ist aufgrund seiner baulichen Struktur nicht mehr angemessen für eine moderne Altenpflege.
Der Umzug nach Dipperz und die Erweiterung um 15 Plätze soll sowohl Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden des Hauses Emmaus eine Perspektive bieten, als auch neue Kapazitäten für Menschen aus der Region schaffen. Der Verkauf der Immobilie in Fulda soll, sofern der Bauzeitenplan über den Winter eingehalten werden kann, um Ostern 2027 in Angriff genommen werden.
