Der Zeitpunkt war bewusst gewählt: Die Auszubildenden haben gerade ihr drittes Lehrjahr begonnen und bereits den Großteil ihrer Pflichteinsätze absolviert. Bis zum Examen liegt noch ein Jahr vor ihnen. Die Projektwoche bietet ihnen die Gelegenheit, auf das zurückzublicken, was sie in den vergangenen zwei Ausbildungsjahren gelernt haben und zugleich herauszufinden, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sie noch weiterentwickeln möchten, um nach der Ausbildung sicher in den Berufsalltag als Pflegefachkräfte zu starten.
Die Aufgabe ist anspruchsvoll. Denn zur Pflege gehört weit mehr, als einzelne Tätigkeiten fachgerecht auszuführen: Auch Planung, Absprachen und ein guter Überblick über die Versorgung der Patientinnen und Patienten sind wichtig. Die Auszubildenden können in der Projektwoche erleben, was sie bereits selbstständig leisten können – und wo neue Herausforderungen auf sie warten.
Allein gelassen werden sie dabei selbstverständlich nicht. Die Praxisanleiterinnen begleiteten den Kurs während der gesamten Woche. Sie stehen den Auszubildenden zur Seite, geben Orientierung und bilden ein verlässliches Sicherungsnetz, wenn Fragen auftauchen oder Unterstützung gebraucht wird. So entsteht ein geschützter Rahmen, in dem die angehenden Pflegefachkräfte Verantwortung übernehmen, eigene Erfahrungen sammeln und aus ihren Erlebnissen lernen können.
Die Projektwoche macht damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg ins Berufsleben möglich: Sie stärkt das Vertrauen in das eigene Können und zeigt zugleich, wie viel es noch zu entdecken und zu lernen gibt.
