Lokales FD 08.10.2026

Petersbergerin bei Jauch: Finale erreicht, an Fußballfrage gescheitert

Hürth/Petersberg (pf) – Kult-Moderator Günther Jauch hatte schon langweiligere Abende erlebt: Im Rahmen der 3-Millionen-Euro-Woche der RTL-Sendung „Wer wird Millionär?“ schaffte es in der Sendung Dienstagabend eine Frau aus Osthessen auf den begehrten Stuhl: Astrid Baus aus Petersberg unterhielt den Showmaster und das Publikum und quizzte sich dazu noch ins Finale am Donnerstag.

Screenshots: © https://plus.rtl.de/

Im großen Finale am Donnerstag, 8. Oktober, stehen alle Kandidaten der 3-Millionen-Euro-Woche, die sich in den Vorrunden-Shows mindestens 16.000 Euro erspielen konnten. Astrid Baus aus Petersberg aus Petersberg schaffte das und nahm sogar 32.000 mit – bei einer Fußballfrage war dann Ende.

Von Beginn an glänzte die Osthessin aber mit Humor am Showabend unter dem Motto „Generation Ü30 – voll im Leben“: Bei der Auswahlfrage ging es um die deutsche Sprache – es galt, die Worte fein, sein, ein und Bein den richtigen Bezeichnungen zuzuordnen: Substantiv, Hilfsverb, Adjektiv und unbestimmter Artikel. Nur zwei Kandidaten konnten richtig antworten, Baus brauchte 16,47 Sekunden und schaffte es damit auf den Stuhl. „Ich habe auch korrigiert, dachte – no way. Aber Herr Jauch: Ich freu mich!“ lachte sie, als sie dem Moderator gegenübersaß.

Bis zur 500-Euro-Hürde meisterte Baus alle Fragen locker, danach wurde es bei einer Bibel-Frage erstmals munter, als Baus vom 7. Buch Mosis erzählte – einer Sammlung von Zauberei und Magie – und das fälschlicherweise mit der Bibe in Verbindung brachte. Für 2000 Euro musste sie wissen, dass dieses Jahr zur totalen Sonnenfinsternis in Spanien die Nachfrage für bestimmte Unterkünfte explodierte. Knifflig war die Frage für 4000 Euro: Jauch fragte, was in Deutschland laut Statistischem Bundesamt genau bei 45,0 liege – die Wochenarbeitsstunden, das Alter, der Body-Mass-Index oder die Schuhgröße. Lange überlegte Baus, tendierte dann zum BMI, als Jauch ihr einen Joker ans Herz lag und schmunzelte „Ich meine es noch gut mit Ihnen“. Mit 93 Prozent half der Publikumsjoker der Petersberger zur richtigen Antwort: das Alter. Baus hatte die Variante mit nur drei Jokern gewählt, und lachte anfangs, dass sie sich lange Gedanken gemacht habe: „Ich warte seit 27 Jahren auf diesen Moment, habe die Sendung 1999 geschaut und mich schockverliebt. Da dachte ich: Ich muss irgendwann hierhin“.

Danach ging es in die Biologie, und für 16.000 Euro bemühte Baus ihren Telefonjoker: Sie rief Luca Marie Brenzel an, die bei einer TV-Frage allerdings nicht helfen konnte. Es ging darum, wer die Rolle des Cem Öztürk in Türkisch für Anfänger spielte. Auch den 50:50-Joker musste sie dann wider Willen einsetzen und hatte die Wahl zwischen Moritz Bleibtreu und Elyas M'Barek – Jauch bat sie nur, zu überlegen, wer von beiden besser in die Rolle eines Türken passen würde, und die Kandidatin freute sich.

Die Freischussfrage nahm Baus zum Anlass, zu zocken: Sieg lag goldrichtig mit der Vermutung, dass die „Green Line“ die Mittelmeerinsel Zypern und die Türkische Republik Nordzypern trennt. Danach war allerdings Endstation: Mit Fußball konnte Baus wenig Anfangen, und nicht beantworten, dass der VAR (Video Assistant Referee) stets im VOR (Video Operation Room) Platz nimmt.

Damit nahm Astrid Baus 32.000 Euro mit – und träumte von einem Dodge Ram, wie Jauch angab. Und sie sieht Jauch beim Finale, das am 8. Oktober um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird, wieder. Ob sie es nochmal auf den Stuhl schafft, hängt dann auch vom Moderator ab. Jedenfalls punktete die Petersbergerin mit Humor, tischte Günther Jauch viele lustige Geschichten auf, die er dankend aufnahm. Der Showmaster erlaubte sich Späße über die Vergangenheit der Petersbergerin im Finanzamt oder die Bezeichnung „Hasi“, die sie ihrem Partner gab.