Für Pfarrer Jörg Scheer ist die Bank vor allem ein Ort des Begegnens und des Nachdenkens. „Man kann nicht oft genug an die Werte erinnern, die unsere Gesellschaft tragen“, sagte er bei der Einweihung. Gerade in einer Zeit, in der das demokratische Miteinander nicht überall selbstverständlich sei, sei ein solches Zeichen umso wichtiger. Die Verantwortlichen der Christuskirche mussten nicht lange überzeugt werden. „Pfarrer Scheer und der Kirchenvorstand der Christuskirche waren sofort von unserer Idee überzeugt, die Demokratiebank auf dem Kirchplatz aufzustellen“, berichtet Hermine van Ophuysen von den „Omas gegen Rechts“.
Die Initiative versteht die Bank als Beitrag zu einer weltoffenen, respektvollen Stadt. „Wir als ‚Omas gegen Rechts‘ setzen uns für unsere Demokratie ein“, so van Ophuysen. Hass, Ausgrenzung und Spaltung nähmen zu. „Wir brauchen Beteiligung, Respekt und Menschlichkeit“, sagte sie und betonte zugleich, dass es in Fulda viele Menschen gebe, die soziale Verantwortung übernehmen und sich gesellschaftlich engagieren. Ihr Wunsch für die Zukunft der Bank ist klar formuliert: „Wir hoffen, dass es viele Bankgespräche geben wird, dass die Bank zum Nachdenken anregt und die Menschen wieder miteinander ins Gespräch kommen – auch und gerade, wenn sie unterschiedlicher Meinung sind.“ Die Bank vor der Christuskirche steht ab sofort allen offen – zum Ausruhen, zum Zuhören und zum Reden.
