Zum „David-gegen-Goliath“-Spiel hatte Großenlüder/Hainzells Trainer Sebastian Peppler die Partie vorab erklärt. Doch als Underdog machte seine Mannschaft eine klasse Figur: Einige Akteure aus der zweiten Mannschaft durften ran und hielten das Duell bis zur letzten Minute offen. Anfangs führten die Gastgeber sogar teils mit ein, zwei Toren und überraschten den großen Favoriten.
Peppler kam nach dem Spiel nicht mehr aus dem Schwärmen heraus – und jedem in Großenlüder war das Ergebnis völlig schnuppe: „Es war einfach unbeschreiblich, wie die Jungs gefeiert worden sind für diese Leistung. Ein Unentschieden wäre die Kirsche auf der Torte gewesen, aber man muss einfach trotzdem anerkennen, was die Mannschaft geleistet hat“.
Die gesamte Woche bereitete sich die HSG auf ein schweres Spiel vor, in dem eine „Mix-Mannschaft“ auflief. Jannis Deppe übernahm eine Führungsrolle in der Mitte, Yannick May spielte „absolut befreit“ auf und war bester HSG-Werfer. Der Plan war, es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen. Und das setzte Pepplers Team spitze um: „Es gab eine Aufgabe: Jeder sollte sein Hemd auf dem Feld lassen und kämpfen bis zum Umfallen. Das haben die Jungs gemacht. In der Abwehr haben wir gekämpft wie die Schweine, und wenn jemand nicht mehr konnte, kam der nächste rein. Wir sind auf dem richtigen Weg – das ist die Erkenntnis heute“. Dass es am Ende „hier und da“ ein Fehler zu viel war, der zur Niederlage führte, nahm überhaupt nichts von dem Stolz weg, den das Team aus Großenlüder hatte.
Großenlüder/H.: Stradtmann, Wessling (3), Weinbörner (3), Bosold (5), Gaßmann (3), Hartung, S. Dimmerling (1/1), Münker (4/2), Gaul, Thiem, May (7), Jordan (1), Deppe (5), Nechvatal.
