Lokales FD 25.10.2026

Rettungswache in Hosenfeld: Malteser feiern Neustart mit „Oskar“

Hosenfeld (sim) – Ein neues Zuhause für die Retter, ein neues Einsatzfahrzeug und kurze Wege für schnelle Hilfe: Die Malteser haben ihre neue Rettungswache in Hosenfeld offiziell eingeweiht. Mit der feierlichen Segnung der Räumlichkeiten und des neuen Rettungswagens wurde am Sonntag ein wichtiger Schritt für die rettungsdienstliche Versorgung in der Region gewürdigt. Seit dem Jahresbeginn ist die Wache bereits in Betrieb – und hat einiges zu tun: 511 Einsätze sind dort seit der Eröffnung bereits zusammengekommen.

Foto: Silas Messing.

„Ich freue mich riesig, dass die Fahrzeughalle fertig geworden ist und so viele unserer Einladung gefolgt sind“, sagte Markus Wiesler, Leiter der Malteser-Rettungswachen in Hosenfeld und Großenlüder, zur Begrüßung. Die neue Wache sei das Ergebnis einer Umstrukturierung im Rettungsdienst, die der Landkreis Fulda aufgrund einer Überprüfung der Hilfsfristen vorgenommen habe.

Zum 1. Juli 2025 wurde der Bereichsplan für den Rettungsdienst angepasst. Für die Malteser bedeutete das, dass die seit rund 30 Jahren betriebene Rettungswache in Kleinlüder zum Jahresende 2025 geschlossen werden sollte. Die beiden rund um die Uhr besetzten Rettungswagen wurden anschließend auf Hosenfeld und Großenlüder verteilt. Für den neuen Standort in Hosenfeld musste eine passende Immobilie gefunden werden. Über Gespräche mit Heiko Merz ergab sich schließlich die Möglichkeit, die bisherigen Räumlichkeiten der Rettungswache weiterzuentwickeln.

Zum 1. Januar 2026 konnten die Malteser den Betrieb in Hosenfeld aufnehmen – zunächst noch mit einem Reservefahrzeug. Der neue Rettungswagen wurde im August geliefert und trägt inzwischen den Spitznamen „Oskar“. Mit seiner offiziellen Segnung ist er nun auch feierlich in den Dienst gestellt worden.

Auch Frederik Schmitt, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Fulda, betonte die Bedeutung der neuen Wache. Grundlage für die Anpassungen seien die gesetzlichen Hilfsfristen und die Erkenntnis gewesen, dass Rettungswagen bestimmte Gebiete nicht zuverlässig schnell genug erreichen konnten. Mit den neuen Standorten und einem zusätzlichen Tagesfahrzeug in Großenlüder sollen die Wege kürzer und die Versorgung verbessert werden.

„Das zeigt, dass die Planungen richtig waren, das zeigt, dass wir richtig gehandelt haben“, sagte Schmitt mit Blick auf die bisherigen Einsatzzahlen. Für Hosenfeld seien rund 700 Einsätze im Jahr eingeplant. Mit bislang 511 Einsätzen seit Jahresbeginn sei bereits deutlich, wie wichtig der Standort für die Versorgung in der Region sei.

Der Erste Kreisbeigeordnete dankte den Einsatzkräften ausdrücklich für ihre Arbeit. Der Rettungsdienst bringe nicht nur körperliche Anforderungen mit sich, sondern könne auch psychisch belastend sein. Ein Tag wie dieser sei deshalb auch eine Gelegenheit, den Mitarbeitenden Anerkennung zu zeigen und ihnen für ihre künftigen Einsätze alles Gute zu wünschen.

Auch Bürgermeister Frederik Hohnstein hieß die Malteser in Hosenfeld willkommen. Als Gastgeschenke überreichte er das Wappen der Gemeinde sowie Brot und Salz. Das Brot stehe für Kraft, das Salz für Beständigkeit – beides wünschte er den Rettern für ihren täglichen Dienst und die Zukunft am neuen Standort.

Die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr hob auch ein Vertreter der Feuerwehr hervor. Beide seien wichtige Säulen der Gefahrenabwehr in der Gemeinde und müssten bei Einsätzen Hand in Hand arbeiten. Moderne Räumlichkeiten, funktionale Abläufe und kurze Wege seien dafür entscheidend. Die Zusammenarbeit zwischen Maltesern und Feuerwehr habe in der Region bereits eine lange Tradition.

Nach dem offiziellen Teil konnten sich Besucher beim Tag der offenen Tür selbst ein Bild von der neuen Rettungswache machen. Den ganzen Tag über standen Führungen, eine Fahrzeugausstellung und ein buntes Programm für Kinder auf dem Plan. Auch für Essen und Getränke war gesorgt.

Neue Rettungswache in Hosenfeld eingeweiht. Fotos: Silas Messing.