Im August traten bei Polly Schluckbeschwerden beim Fressen auf. Nach mehreren Untersuchungen folgte die Diagnose: Ein Tumor in der Speiseröhre. Der endgültige Befund steht noch aus, genauso ist noch ungewiss, welche Behandlungsmöglichkeiten Polly bleiben. Da die Hündin nicht mehr ausreichend selbstständig fressen kann, musste ihr eine Ernährungssonde gelegt werden. Die finanziellen Belastungen für Pollys Halterin Carolin Baumbach sind enorm: Zu den 3000 Euro, die bereits auf Tierarztbesuche verwendet worden sind, kommen rund 600 Euro monatlich für Spezialnahrung sowie zusätzliche Kosten für Medikamente, Verbandsmaterial und weitere Behandlungen. Die endgültige Höhe der Kosten ist noch nicht abzuschätzen.
Pollys Diagnose blieb in der Rettungshundestaffel, in der sie und ihre Besitzerin tätig sind, kein Geheimnis, ebenso wenig wie Baumbachs finanzielle Sorgen. Ihre Kollegin und Freundin Anabel Krenzer habe dann von sich aus entschieden, eine Spendenkampagne auf gofundme zu starten. „Sie wollte mich in dieser schweren Zeit unterstützen und mir wenigstens die finanzielle Last nehmen“, erzählt Baumbach. Mit dem Geld sollen die laufenden Kosten gedeckt und alles medizinisch Sinnvolle getan werden, um Polly zu helfen.
Innerhalb der ersten vier Tage sind bei der Spendenkampagne bereits über 3000 Euro zusammengekommen. „Jeder Euro, der kommt, ist einer, der mir hinterher nicht fehlt“, sagt Baumbach. Sie ist froh, dass ihr so zumindest die finanziellen Sorgen abgenommen werden. Dass bereits so viele Menschen für Polly gespendet haben, zeige ihr zudem, dass viele die ehrenamtliche Tätigkeit der Rettungshundestaffel zu schätzen wüssten: „Es ist schön, auf diese Art etwas zurückzubekommen“,
Baumbach wünscht sich, dass ihre Hündin wieder genesen kann oder dass die Zeit, die ihr noch bleibt, zumindest so angenehm wie möglich ist. „Polly ist so lebensfroh, immer noch, da ist so eine Diagnose wirklich traurig“, sagt sie. „Ich hoffe, dass noch etwas Positives, Hoffnungsvolles geschieht.“ Dank der Spenden kann Baumbach diese schwere Zeit zumindest etwas leichter schultern.
