Daniel Macioł – ein einziger Stoß fehlt zum WM-Finale
Es war ein dramatisches Ende einer beeindruckenden Weltmeisterschaft. Der polnische Nationalspieler Daniel Macioł spielte sich mit überzeugenden Leistungen bis unter die letzten vier der Weltelite. Im Achtelfinale setzte er sich gegen den Vietnamesen Dương Quốc Hoàng mit 11:6 durch. Auch im Viertelfinale ließ er seinem Landsmann Konrad Juszczyszyn beim 11:6 keine Chance.
Im Halbfinale wartete mit Albert James Manas von den Philippinen die nächste große Herausforderung. Es entwickelte sich ein hochklassiges Duell, das erst im entscheidenden Rack beim Stand von 10:10 entschieden wurde.
Macioł hatte den Anstoß und damit die Möglichkeit, den Einzug ins WM-Finale aus eigener Kraft perfekt zu machen. Doch ausgerechnet in diesem entscheidenden Moment fiel die Weiße beim Break. Manas erhielt Ball in Hand, nutzte seine Chance und gewann mit 11:10.
Ein bitteres Ende für Macioł, der dem Finale zum Greifen nahe war. Doch die Enttäuschung über die verpasste Gelegenheit kann nicht darüber hinwegtäuschen, welche außergewöhnliche Leistung hinter dieser Bronzemedaille steckt.
Tobias Bongers bestätigt seine internationale Klasse
Auch Tobias Bongers präsentierte sich in Katar in hervorragender Verfassung. Der deutsche Spitzenspieler kämpfte sich bis ins Achtelfinale und traf dort auf seinen Landsmann Joshua Filler, einen der bekanntesten und erfolgreichsten Spieler der internationalen Poolbillardszene.
Bongers lieferte Filler einen intensiven Kampf, musste sich am Ende jedoch mit 8:11 geschlagen geben. Mit dem neunten Platz bei einer Weltmeisterschaft unterstreicht er einmal mehr seine Zugehörigkeit zur internationalen Spitze.
Juri Pisklov unter den besten 32 der Welt
Komplettiert wird die starke Johannesberger WM-Bilanz durch Juri Pisklov. Auch er erreichte die K.-o.-Phase und gehörte schließlich zu den besten 32 Spielern des Turniers.
Erst der amtierende 10-Ball-Weltmeister Wojciech Szewczyk stoppte seinen Lauf. Pisklov zeigte sich nach seinem Ausscheiden selbstkritisch, aber keineswegs unzufrieden: „Ich bin trotz allem zufrieden, hätte gerne besser gespielt heute ... Aber so ist es nun mal, er ist ja auch amtierender 10-Ball-Weltmeister“, kommentierte er mit einem Augenzwinkern.
Viel Zeit zur Erholung blieb ihm nicht. Bereits wenige Stunden später ging es für Pisklov weiter zum Flughafen und zur nächsten internationalen Herausforderung bei der EuroTour in Valencia.
Drei WM-Erfolge, ein gemeinsames Ziel
Für die SG Johannesberg sind diese Ergebnisse weit mehr als einzelne sportliche Erfolge. Sie bestätigen die Entwicklung einer Mannschaft, die sich seit ihrem Bundesliga-Aufstieg 2022 kontinuierlich in der deutschen Spitze etabliert hat.
Nach drei dritten Plätzen in den Jahren 2023, 2024 und 2025 gelang 2026 mit der Vizemeisterschaft der bislang größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Für die laufende Saison hat sich die Mannschaft um Kapitän Raphael Wahl ein noch ambitionierteres Ziel gesetzt: die Deutsche Meisterschaft.
Dass Spieler des Johannesberger Kaders auch auf internationaler Bühne regelmäßig Spitzenplatzierungen erreichen, ist dabei ein wichtiger Baustein.
„Wenn drei unserer Spieler bei einer Weltmeisterschaft solche Ergebnisse erzielen, ist das etwas ganz Besonderes. Wir sind stolz auf jeden Einzelnen. Gleichzeitig zeigt es, welches sportliche Niveau wir mittlerweile bei der SG Johannesberg erreicht haben“, erklärt Abteilungsleiter Alexander Peer.
Am 5. Dezember kommt Hamburg zum Bundesliga-Gipfel
Nach den Erfolgen in Katar richtet sich der Blick nun auf den nächsten sportlichen Höhepunkt. Am Samstag, 5. Dezember, empfängt die SG Johannesberg den BC Queue Hamburg zum Bundesliga-Spitzenspiel in Fulda.
Die Ausgangslage verspricht Hochspannung: Johannesberg führt die Tabelle der 1. Bundesliga an und möchte seine Spitzenposition gegen die Hamburger behaupten.
Mit Daniel Macioł, Tobias Bongers und Juri Pisklov verfügt der osthessische Verein über Spieler, die gerade erst bei einer Weltmeisterschaft ihre Klasse unter Beweis gestellt haben. Hinzu kommt ein hochkarätig besetzter Bundesliga-Kader, der in den vergangenen Jahren zu einer echten Spitzenmannschaft zusammengewachsen ist.
Für die SG Johannesberg ist die Begegnung deshalb nicht nur ein wichtiges Punktspiel, sondern auch eine Gelegenheit, dem heimischen Publikum Poolbillard auf höchstem Niveau zu präsentieren.
„Wir haben uns in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt nach oben gearbeitet. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt gehen. Das Spiel gegen Hamburg ist eine wichtige Standortbestimmung auf unserem Weg. Wir hoffen auf viele Zuschauer, die unsere Mannschaft unterstützen und gemeinsam mit uns einen besonderen Billardtag erleben möchten“, so Peer.
Am 5. Dezember heißt es damit in Fulda: Bundesliga-Spitzenspiel, internationale Weltklassespieler und der Kampf um die Tabellenspitze.
Die SG Johannesberg freut sich auf zahlreiche Zuschauer.
Weitere Informationen unter www.billard-fulda.de.
