„Die Freiwilligen Feuerwehren sind eine unverzichtbare Säule unseres Brand- und Katastrophenschutzes“, betonte Poseck bei der Übergabe. Die Einsatzkräfte stünden Tag für Tag bereit, um Menschen zu helfen, Brände zu bekämpfen, technische Hilfe zu leisten und die Gemeinschaft auch in schwierigen Situationen zu schützen. Dieses Engagement verdiene „höchste Anerkennung und zugleich bestmögliche Rahmenbedingungen“. Ein modernes Feuerwehrhaus sei dabei „weit mehr als eine Fahrzeughalle“, erklärte der Innenminister. Es sei zentraler Ausgangspunkt für Einsätze, biete Platz für Fahrzeuge und Ausrüstung und diene zugleich der Ausbildung, für Übungen und dem Austausch der Einsatzkräfte. „Mit dem Neubau schaffen wir deshalb eine zeitgemäße Infrastruktur, die den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern optimale Voraussetzungen für ihre wichtige Arbeit bietet und die Feuerwehr zugleich für die Zukunft gut aufstellt.“ Besonders hob Poseck die Bedeutung des neuen Gebäudes für den Zusammenhalt und das Ehrenamt hervor. „Gerade bei den Freiwilligen Feuerwehren sind Gemeinschaft, Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen entscheidend dafür, dass im Einsatz jeder Handgriff sitzt.“
Die Feuerwehr in Schenklengsfeld verfügt über zehn Freiwillige Ortsteilfeuerwehren. Mehr als 190 aktive Einsatzkräfte engagieren sich für den Brandschutz und die technische Hilfeleistung. Im Jahr 2025 rückten die Feuerwehren der Gemeinde zu 30 Einsätzen aus. Auch die Nachwuchsarbeit spielt eine wichtige Rolle: Rund 30 Jugendliche sind in zwei Jugendfeuerwehren aktiv, mehr als zehn Kinder gehören der Kinderfeuerwehr an. „Junge Menschen für die Feuerwehr zu begeistern, ihnen Gemeinschaft zu vermitteln und Verantwortung zu übertragen, ist eine wichtige Investition in die Zukunft unseres Brand- und Katastrophenschutzes“, sagte Poseck. Zugleich dankte er den Einsatzkräften für ihre Arbeit: „Mit dem neuen Feuerwehrhaus werden wichtige Voraussetzungen geschaffen, damit die Einsatzkräfte auch künftig schnell, sicher und leistungsfähig Hilfe leisten können.“
Auch über die Förderung in Schenklengsfeld hinaus verwies der Innenminister auf die Investitionen des Landes in den Brand- und Katastrophenschutz. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wurden in den vergangenen zwei Jahren acht Fahrzeuge und zehn bauliche Maßnahmen mit insgesamt rund 1,9 Millionen Euro gefördert. Allein 2025 flossen mehr als 1,2 Millionen Euro in drei Fahrzeuge und sechs bauliche Maßnahmen.
Hessen förderte im vergangenen Jahr landesweit 134 Feuerwehrfahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro. Nach Angaben des Innenministeriums wurden damit mehr als 90 Prozent der eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt. Seit 2016 beläuft sich die Förderung von mehr als 1770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 Baumaßnahmen auf insgesamt mehr als 200 Millionen Euro. Auch 2026 stellt das Land nach Angaben des Innenministers erneut mehr als 21 Millionen Euro für den Brand- und Katastrophenschutz bereit. Hinzu kommen Landesbeschaffungsaktionen unter anderem für Tragkraftspritzenfahrzeuge mit Wasser, mittlere Löschfahrzeuge und Löschgruppenfahrzeuge.
