Die Backstation und Kühlregale leer, auch in der Tiefkühl- und in der Getränkeabteilung klafften große Lücken: so präsentierte sich die tegut-Filiale in der Rabanusstraße am Freitagvormittag. Was noch da war, wurde mit Rabatten von 50 oder sogar 75 Prozent verkauft. Stellenweise richteten die Mitarbeitenden den Laden bereits für die Übergabe an Edeka her.
Dass das tegut-Orange endgültig verschwinden soll, sorgte für Bedauern und Wehmut. „Dass so ein Traditionsunternehmen schließt, ist wirklich schade, für die Region und darüber hinaus“, sagte Reinhold Günter, einer der Kunden, die am letzten Verkaufstag den Markt besuchten. Dass Edeka die Räumlichkeiten übernehme, sei zwar gut, da somit die praktische Einkaufsmöglichkeit in der Innenstadt erhalten bleibe, doch dass nun ein weiterer Lebensmittelhändler aufhört, gebe ihm zu denken: „Die Marktkonzentration wird wieder größer, nicht wahr? Es gibt nur noch die ‚Big Four‘: Edeka, Rewe, Aldi, Lidl.“ Günter werde zwar fortan im neuen Edeka-Markt einkaufen gehen, allerdings werde er tegut sehr vermissen.
