Fußball 06.10.2026

Kreisoberliga Mitte – Germanen mit starker Defensive und Derby-Vorfreude

Müs (pf) – Der SV Müs hat die Grundlage für eine erfolgreiche Saison gelegt: Nach etwas mehr als einem Drittel der Runde steht der SVM auf Rang drei der Fußball-Kreisoberliga Mitte und überzeugt vor allem mit einer stabilen Defensive. Mit diesem Rückenwind sollen nun seit langer Zeit wieder drei Punkte im großen Gemeinde-Derby her.

Marcel Büttner (Nummer 20) musste sich in Bachrain nochmal das Trikot überstreifen und freut sich nun auf das Derby seiner Jungs gegen Großenlüder. Foto: Chrsitine Görlich

Marcel Büttner war im vergangenen Winter als Trainer installiert worden und landete mit dem SVM am Ende auf Platz sechs. Auffällig waren die 62 Gegentore, die Müs in 30 Saisonspielen kassiert hatte – mehr als Absteiger und Schlusslicht Schlitzerland. Genau da setzte der Coach in diesem Sommer an. Offenbar mit Erfolg, denn in elf Spielen kassierte Müs erst zwölf Gegentore, die meisten davon bei den einzigen Niederlagen gegen Germania (0:3) und Reulbach/Brand (1:4). „Das war ein Grundstein, den wir legen mussten, wenn wir uns im vorderen Drittel bewegen wollen. Wir haben großen Wert darauf gelegt und es freut einen als Trainer natürlich, dass wir schon einige Zu-Null-Spiele hatten“.

Nachdem Büttner in den ersten Wochen durchweg eine „herausragende Trainingsbeteiligung“ festgestellt hatte, brachen in den vergangenen Tagen angeschlagene Spieler weg. Zuletzt war es sogar so eng, dass der Trainer selbst nochmal 70 Minuten in Bachrain spielen musste. „Mir tun die Knochen noch ganz schön weh“, schmunzelt der 38-Jährige und lacht, dass er in Zukunft lieber wieder die Jüngeren ranlassen würde. „Aber dass wir trotzdem in Bachrain gewonnen haben, spricht für die Mannschaft“.

Zufrieden sei er mit dem Saisonstart, und erkennt auch an, dass beispielsweise gegen Reulbach/Brand vor anderthalb Wochen nichts zu holen war: „Da oben in der Rhön ist wirklich was gewachsen, sie sind sehr unangenehm zu bespielen, gehen intensiv auf die zweiten Bälle und haben uns so den Schneid abgekauft. Aber wenn man da oben steht, hat man es auch verdient“.

Worauf Büttner und der SV Müs aber jetzt schon hin fiebern, ist das Derby am kommenden Sonntag um 15 Uhr: In der Altefeldarena schlägt der SV Großenlüder auf. Seit ziemlich genau fünf Jahren (damals in der Gruppenliga) gab es kein Punktspiel mehr, und während der SVM bei der Ortsmeisterschaft ab und an die Nase vorne hatte, sagt Büttner, der sein Leben lang schon am Verein hängt: „Natürlich ist das ein besonderes Spiel für uns, gegen den ‚großen Nachbarn‘. Aber ich muss sagen – seit ich Fußball spiele und gegen Großenlüder gespielt habe, kann ich mich an kein Punktspiel erinnern, das wir gewonnen haben. Wir hoffen, dass wir das am Sonntag mal ändern können“. Die Teutonia sehe er am aufsteigenden Ast – und führt hier vor allem Trainerkollege Romeo Andrijasevic an, der Großenlüder vor wenigen Wochen übernahm: „Er war auch schon mein Trainer und hat meinen höchsten Respekt. Er ist ein klasse Mensch und super Trainer – und hat uns in Bachrain beobachtet. Nachher haben wir kurz gesprochen, wir haben ein gutes Verhältnis“.