Lokales FD 22.10.2026

IHK ehrt die besten Azubis: Sieben Landessieger und ein Bundessieger

Künzell – Von Silas Messing – Sie haben gelernt, angepackt, Prüfungen gemeistert und außergewöhnliche Leistungen gezeigt: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Fulda hat ihre besten Auszubildenden des Jahres 2026 ausgezeichnet. Bei der feierlichen Bestenehrung standen junge Fachkräfte im Mittelpunkt, die mit ihren Prüfungsergebnissen nicht nur ihre Ausbildungsbetriebe stolz machen, sondern auch die Qualität der beruflichen Bildung in der Region unter Beweis stellen. Sieben von ihnen gehören zu den Landesbesten in Hessen, einer schaffte es sogar an die Spitze auf Bundesebene.

Florian Viehbeck von der Edmund Sorg GmbH wurde als Bundesbester im Ausbildungsberuf Automobilkaufmann ausgezeichnet. Foto: Silas Messing.

Insgesamt 1019 Auszubildende aus 396 Ausbildungsbetrieben legten in diesem Jahr in 100 verschiedenen Berufen ihre Prüfungen vor den Ausschüssen der IHK Fulda ab. 944 Nachwuchskräfte bestanden. Zahlreiche von ihnen erzielten herausragende Ergebnisse und wurden bei der Veranstaltung besonders gewürdigt. Auch Ausbildungsbetriebe, die sich mit großem Engagement für die berufliche Bildung einsetzen, standen im Mittelpunkt.

„Die heute ausgezeichneten Absolventinnen und Absolventen zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in der dualen Ausbildung steckt“, sagte IHK-Vizepräsident Michael Döppner in seinem Grußwort. Ihr Erfolg sei ein Gewinn für die Unternehmen, die Region und ihre persönliche Zukunft. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei es wichtig, junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen und ihnen berufliche Perspektiven zu eröffnen.

Döppner verwies auf die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte für die wirtschaftliche Entwicklung. Im Ausbildungsjahr 2026/2027 seien im Kammerbezirk erstmals weniger als 900 neue Ausbildungsverträge registriert worden. Zugleich werde der Bedarf an Fachkräften in den kommenden Jahren weiter steigen. Für Hessen würden bis 2030 rund 240.000 fehlende Fachkräfte prognostiziert, für den Landkreis Fulda rund 11.000.

Umso wichtiger sei die duale Ausbildung, die Theorie und Praxis verbinde und jungen Menschen gute Karrierechancen eröffne. Die ausgezeichneten Nachwuchskräfte seien ein Beleg für die hohe Qualität der Ausbildung in der Region. Sieben Landesbeste und ein Bundessieger seien für einen Kammerbezirk dieser Größe alles andere als selbstverständlich.

Bundesweit erfolgreich war Florian Viehbeck, der bei der Edmund Sorg GmbH zum Automobilkaufmann ausgebildet wurde. Zu den hessischen Landesbesten gehören außerdem Madlen Henkel von der DB InfraGO AG als Eisenbahnerin in der Zugverkehrssteuerung, Luis Köcher von DB Cargo als Eisenbahner im Betriebsdienst mit dem Einsatzgebiet Güterverkehr, Justin Auth von der Heurich GmbH & Co. KG im Groß- und Außenhandelsmanagement, Leo Protzmann von Element Six als Technischer Produktdesigner, Lennart Kihn von EDAG als Technischer Produktdesigner sowie Jasmin Wetz von der REWE Kai Uwe Grasmück oHG als Verkäuferin.

IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Konow betonte, dass hinter den Erfolgen stets eine gemeinsame Leistung stehe. Ausbildungsbetriebe, Ausbilderinnen und Ausbilder, Berufsschulen und Eltern hätten entscheidenden Anteil daran, dass junge Menschen ihre Fähigkeiten entwickeln und ihre Prüfungen erfolgreich bestehen könnten. „Die jungen Menschen, die wir heute ehren, machen Mut“, sagte Konow. Sie zeigten, dass Leistungsbereitschaft, Verantwortung und berufliches Können auch in Zeiten des Wandels von großer Bedeutung seien.

Neben den Auszubildenden zeichnete die IHK Fulda auch zahlreiche Unternehmen als sogenannte „TOP-Betriebe“ aus. Sie hatten mit ihren Auszubildenden besonders gute Gesamtergebnisse erzielt. Dazu zählen unter anderem Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, Logistik und Dienstleistung. Die Auszeichnungen unterstreichen die Vielfalt der Ausbildungslandschaft im Landkreis Fulda und das Engagement der Betriebe für die Fachkräfte von morgen.

Für Döppner war die Bestenehrung deshalb auch ein Anlass, allen Beteiligten zu danken – den jungen Menschen für ihren Einsatz, den Unternehmen und Ausbildern für ihre Unterstützung, den Berufsschulen für die Vermittlung von Wissen und den Eltern für ihre Begleitung. Ausbildung sei Zukunft: für die jungen Menschen selbst, für die Unternehmen und für die gesamte Region.