Das Team unterstützt Menschen ab 18 Jahren, die mit seelischen Problemen oder psychischen Krisen zu kämpfen haben. Die Mitarbeitenden bieten kostenfreie und vertrauliche Beratung an. „Wir hören Betroffenen zu, beraten und informieren sie und helfen dabei, die aktuelle Situation einzuordnen. So können wir passende Hilfsangebote vermitteln, um einen Weg aus der Krise aufzuzeigen“, sagt Maria Heise, Psychiatriekoordinatorin des Sozialpsychiatrischen Dienstes.
Die Gespräche können telefonisch, persönlich im Gesundheitsamt oder nach vorheriger Absprache auch bei einem Hausbesuch stattfinden. „Alle Gespräche sind vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht. Wichtig zu wissen ist aber auch, dass wir keine ärztliche Behandlung durchführen können“, erklärt Heise. Der Sozialpsychiatrische Dienst ist eine gesetzlich verankerte kommunale Aufgabe. Grundlage dafür ist das Hessische Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst.
Seelische Krisen können unterschiedliche Ursachen haben. Dazu zählen etwa der Verlust eines geliebten Menschen, eine schwere Erkrankung, finanzielle Sorgen, Konflikte oder anhaltender Stress. Sie können sich unter anderem durch Ängste, Schlafstörungen, Hoffnungslosigkeit, innere Unruhe oder sozialen Rückzug äußern. „Eine Krise ist nicht automatisch eine psychische Erkrankung. Sie kann eine Reaktion auf besonders belastende Lebensereignisse sein und sich bei jedem Menschen ganz unterschiedlich äußern“, sagt Heise.
Unterstützung können nicht nur Betroffene selbst, sondern auch Angehörige, Freunde, Nachbarn, Bekannte oder Kollegen in Anspruch nehmen, die sich Sorgen um einen Menschen in ihrem Umfeld machen. Wichtig sei es, frühzeitig Hilfe zu suchen, bevor sich eine Krise weiter zuspitze.
Der Sozialpsychiatrische Dienst ist telefonisch unter 06621 87-2440 oder per E-Mail an spdi@hef-rof.de erreichbar. Wer persönlich im Landratsamt beraten werden möchte, sollte vorab einen Termin vereinbaren.
