Fußball 01.10.2026

Hessenliga – Lilien kommen: HSV will „einfach Spaß“ am Platz haben

Hünfeld (pf) – Der Hünfelder SV kommt aus den Heimspielen gar nicht mehr heraus: Erneut darf der Fußball-Hessenligist auf der Rhönkampfbahn ran, doch am Samstag soll es auch endlich wieder etwas zu feiern geben. Um 15 Uhr kommt allerdings mit der U21 des SV Darmstadt 98 eine Hausnummer.

Luca Uth und der HSV stehen vor dem nächsten Heimspiel. Foto: Christine Görlich

Die Junglilien hatten sich in den vergangenen Saisons gut in Hessens Beletage eingelebt: Im ersten Jahr gelang Platz sechs, im zweiten Jahr stand Rang elf am Ende zu Buche. Der HSV lag einmal knapp davor und einmal dicht dahinter – und auch jetzt ist es ein Duell im Tabellenmittelfeld nach bisher elf absolvierten Spieltagen. Hünfeld hat 19 Zähler auf dem Konto, die Südhessen 15.

Der HSV hatte zuletzt am 19. September Zählbares geholt – zuhause gegen Hadamar. Danach gab es in den weiteren Heimspielen vergangene Woche das dramatische Pokal-Aus gegen den FSV Frankfurt sowie jüngst das 2:3 gegen Baunatal. Trainer Benjamin Fuß sagt: „Die Jungs waren natürlich nicht erfreut über die eigene Leistung, zumindest in der ersten Halbzeit. Aber sie haben das auch selbst gemerkt. Wir haben nicht das abgerufen, was wir können“. Intern haben die Osthessen das Spiel aber abgehakt und blicken längst nach vorne. Auch der Coach ist lange genug im Geschäft und weiß: „So ist es eben manchmal im Fußball. Wir hatten vorher das Pokalspiel und wurden hochgejubelt – dann macht der Fuß manchmal etwas anderes, als der Kopf will. Aber wir sollten nach vorne schauen auf das, was wir jetzt beeinflussen können“.

Dabei ist das Heimspiel am Samstag gegen Darmstadt im Fokus: Obwohl die Lilien zuletzt dreimal verloren – 2:3 gegen Pohlheim, 0:2 in Stadtallendorf und 2:3 gegen Alzenau – warnt der Hünfelder Übungsleiter: „Es kommt eine Mannschaft, die sehr jung ist, mit einigen Spielern, die vielleicht noch den Traum vom Profi haben“. Neben der Top-Ausbildung, die Fuß den Lilien zuordnet, legt der das Augenmerk aber auch auf die alten Hasen im Team: Markus Ballmert und Yannick Stark führen die Mannschaft an: Ballmert kommt auf unter anderem 170 Dittliga-Spiele für den SV Meppen, Stark lief 114 Mal für die Profis aus Darmstadt auf und hat über 200 Zweitliga-Spiele in seiner Vita stehen.

„Es wird wie jedes Spiel brutal schwer“, so Fuß, der aber gleichzeitig betont, dass der HSV jeden Gegner schlagen könne. „Wir wollen einfach wieder zeigen, was in uns steckt. Dass wir die Leistungen bringen können, haben wir bewiesen. Die Jungs sollen einfach wieder Spaß am Fußballspielen haben. Das ist mir wichtig. Es ist unser Hobby und man muss sehen, dass wir Bock darauf haben“. Personell bleibt alles beim Alten – unter anderem musste Marcel Dücker zuletzt verletzungsbedingt raus, steht aber wohl wieder bereit. Nach den Eindrücken vom Abschlusstraining am Donnerstag kann Fuß dann an der richtigen Startelf basteln, die es zuhause richten soll. Doch er sagt schon jetzt: „Wir haben diese Woche gut trainiert und uns gut bewegt. Das lief wirklich top, und auch darüber können wir uns Selbstvertrauen holen“.

 

Hessenliga

 

Freitag

20:30 Uhr

TSV Eintracht Stadtallendorf – Türk Gücü Friedberg

 

Samstag

14 Uhr
FC Bayern Alzenau – SV Unter-Flockenbach
VfB 1905 Marburg – CSC 03 Kassel

15 Uhr
FSV Fernwald – SV Rot-Weiss Walldorf
Hünfelder SV – SV Darmstadt 98 U21

 

Sonntag

14:30 Uhr
FC Turabdin-Babylon – FC Gießen

15 Uhr
FC Eddersheim – SV Hummetroth
SC 1960 Hanau – SV Rot-Weiß Hadamar

15:30 Uhr
KSV Hessen Kassel II – KSV Baunatal