Fußball 25.10.2026

Hessenliga – In der Nachspielzeit: Paliatka erlöst den Hünfelder SV

Pohlheim (jah) – Ganz, ganz wichtiger Sieg für den Hünfelder SV in der Fußball-Hessenliga! Die Mannschaft von Trainer Benjamin Fuß setzte sich am Sonntagnachmittag ganz spät mit 2:1 (1:0) beim FC Turabdin Babylon Pohlheim durch und beendete damit die Negativserie von vier Niederlagen in Folge. Als bereits alles nach einer Punkteteilung aussah, schlug Petr Paliatka in der Nachspielzeit zu und sicherte dem HSV den ersten Sieg seit mehr als einem Monat.

Petr Paliatka (rechts) war der Matchwinner auf Seiten des Hünfelder SV. Foto: Christine Görlich

Am Ende waren es eigentlich sogar die Gastgeber, die dem Siegtreffer etwas näher waren – Pohlheim drückte in den letzten Minuten auf das 2:1, was aber schlussendlich auf der anderen Seite fallen sollte. Petr Paliatka belohnte den Hünfelder SV in der ersten Minute der Nachspielzeit mit einem satten Rechtsschuss nach Vorlage von Jemal Kassa, was vor allem aufgrund des ersten Durchgangs auch absolut verdient war. „Natürlich fällt da erstmal die Last ab, nach vier verlorenen Spielen“, befand Benjamin Fuß: „Den Siegtreffer dann noch in der Nachspielzeit zu erzielen, ist natürlich super. Solche Siege sind überragend.“

Der HSV legte zu Beginn los wie die Feuerwehr und hätte bereits zur Pause mindestens drei Treffer erzielen können. Luca Uth meldete die Gäste nach einer knappen Viertelstunde aus 14 Metern erstmals an, Pohlheims Keeper Niklas Linke zeichnete sich zum ersten Mal aus – und es sollte nicht die letzte Glanztat des Schlussmanns sein: Nur wenig später parierte Linke überragend gegen den einschussbereiten Zentgraf, zuvor wurde der Versuch von Max Lindemann auf der Linie geblockt, anschließend war Pohlheims Torwart gegen Paliatkas Kopfball zur Stelle. „Wir waren gut drin, hatten wirklich gute Chancen. Pohlheims Keeper hat wirklich sehr gut gehalten“, lobte Fuß.

Positiv aus Hünfelder Sicht: Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 1:0 aus Sicht der Fuß-Elf, weil es Maximilian Fröhlich als einziger gelang, Linke zu überwinden. David Costa Sabate brach über rechts durch, seine Flanke fand in der Mitte den rechten Fuß von Fröhlich, dem die überfällige Führung gelang (20.). Pohlheim wurde im ersten Durchgang derweil nur einmal wirklich gefährlich, als Takanori Yokochi den Pfosten traf (35.). „Natürlich hätte es zur Pause auch schon 3:0 stehen können, aber bei dem Pfostentreffer hatten wir beispielsweise auch Glück“, befand der Hünfelder Trainer.

Nach der Pause entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel zwischen beiden Teams – vor den Toren ging es jetzt jedoch etwas gemächlicher zu. Die Gastgeber zeigten sich allerdings effektiv: Der eingewechselte Sho Sannomiya traf aus 18 Metern zum nicht unverdienten Ausgleich (76.), und auch anschließend hatte Pohlheim zunächst mehr vom Spiel, ehe Paliatka der umjubelte Siegtreffer gelang. „In der zweiten Halbzeit lag der Fokus eher auf der Defensive, wobei wir auch da unsere Möglichkeiten hatten“, so Fuß abschließend: „Heute haben wir uns für den Aufwand belohnt, den wir in den letzten Wochen betrieben haben. Wenn man in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt, ist auch immer etwas Glück dabei. Aber dieses Glück haben wir uns erarbeitet, heute sind wir alle sehr happy, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben.“

Pohlheim: Linke; Mitsuhiro, Fernouchi, Mukasa, Toprak, Tafferner, Filsinger, Mahmuti, Yokochi, Cloos, Kayembe

Hünfeld: Maul; Häuser, Paliatka, Uth, Fröhlich, Hütsch (60. Kümmel), Zentgraf, Lindemann, Costa Sabate (75. Kemmerzell), Banh, Kassa

Schiedsrichter: Kevin Steinmann (Gronau)

Tore: 0:1 Maximilian Fröhlich (20.), 1:1 Sho Sannomiya (76.), 1:2 Petr Paliatka (90.+1) 

Zuschauer: 480