Männer
Nach vier Pleiten in Folge in der Regionalliga ist die Aufstiegseuphorie beim TV Hersfeld etwas verflogen. Doch es nutzt nichts: Die Mannschaft muss und will liefern, wie Trainer Michael Stock klarmacht: „Natürlich trauert man dem ein oder anderen Punkt hinterher. Gegen Dotzheim waren wir einfach nicht gut, aber sonst war mehr drin“. Noch ist in der Tabelle aber alles eng beisammen, sodass der TVH nicht in Panik gerät. Zuletzt lieferten die Hersfelder immerhin auch eine starke Leistung beim neuen Tabellenführer Groß-Umstadt, hatten nur Pech mit ein paar Schiedsrichter-Entscheidungen. Nun geht es gegen das nächste Topteam der Liga: Am Samstag um 19 Uhr kommt die TSG Offenbach-Bürgel in die Geistalhalle, die auf Platz zwei liegt. „Sie spielen eine robuste Abwehr, sind nicht umsonst Zweiter und haben einige erfahrene Leute dabei. Aber im Endeffekt müssen wir auf uns schauen, an unseren Fehlern arbeiten und sie abstellen. Wenn wir wieder unsere Leistung bringen, ist wieder etwas drin“, so Stock. Auch auswärts zeigte der TVH bisher gute Leistungen, zuhause wieder gab es zum Saisonstart den einzigen Sieg gegen Hüttenberg II sowie das schwache Spiel gegen Dotzheim/Schierstein (25:33). Nun sollen die Fans wieder etwas geboten bekommen: „Es ist immer schön, wenn die Halle voll ist und die Jungs die Unterstützung bekommen. Hoffentlich auch am Samstag. Aber wir müssen selbst auch 100 Prozent abrufen“.
In der Oberliga Süd hat der TV Flieden wiederum am Wochenende frei und darf als Tabellenvierter nach einem tollen Start durchschnaufen. In der Nord-Staffel lädt die HSG Großenlüder/Hainzell hingegen zum nächsten Heimspiel: Am Sonntag um 17 Uhr tritt das Team gegen die HSG Lohfelden/Vollmarshausen an und will zwei Punkte holen, um oben dranzubleiben.
Frauen
Die hiesigen Frauenteams stehen ebenso vor den nächsten Aufgaben: Im Königreich geht es schon am Freitagabend los – um 20 Uhr empfängt der TV Flieden in der Oberliga Süd den TV Langenselbold. Es wartet eine hohe Hürde: Flieden ist noch sieglos, während die Gäste bisher alle ihre vier Spiele gewinnen konnten.
In der Frauen-Oberliga Nord hat der TV Hersfeld am Samstagabend das Auswärtsspiel bei Ahnatal/Calden vor der Brust, los geht es um 20 Uhr. Die makellosen Hersfelderinnen erwarten eine ganz andere Aufgabe, als zuletzt gegen das Kellerkind Körle/Guxhagen: „Wir müssen für das Spiel hart trainieren und uns gut vorbereiten. Das ist eine junge, sehr dynamische und bewegliche Mannschaft“, sagt Hersfelds Trainerin Sanja Fabijanic. Außerdem verfüge der Gegner über einen starken Unterbau – die weibliche B-Jugend bringt Bundesliga-Erfahrung mit. Es wird eine echte Standortbestimmung für den TVH, der bestenfalls weiter ohne Punktverlust bleiben will. Ahnatal ist direkter Verfolger und liegt mit vier Siegen und einer Niederlage auf Platz drei.
Am Sonntag laden ab 15 Uhr die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell zum Heimspiel gegen Bad Wildungen Bergheim II. Beide Teams liegen nahezu auf Augenhöhe im Tabellenmittelfeld, und Großenlüders Trainer Liviu Pavel geht mit Respekt, aber ohne Angst an die Sache heran: „Sie hatten letztes Jahr eine sehr starke Mannschaft. Wir haben beide Spiele gegen sie verloren – aber wir sind erstmal optimistisch. Vielleicht läuft es ja dieses mal anders“. Der Coach fordert: „Wir wollen mit guter Laune ins Spiel gehen“. Ob es Verstärkung von oben gibt, bleibt abzuwarten – die erste Mannschaft aus Bad Wildungen spielt in der 3. Liga schon am Samstag.
