„Sickels steht zu Recht da, wo sie stehen. Absolut souverän. Da kommt eine ordentliche Qualität und Wucht auf uns zu“, sagt Marko Karamatic, Trainer der SG Dittlofrod/Körnbach. Mit zwölf Spielen und 30 Punkten führt Sickels die Gruppenliga an, während Dittlofrod/Körnbach mit elf Zählern am Tabellenende steht. „Für jeden ist klar: Da spielt der Erste gegen den Letzten. Für jeden ist klar: Sickels behält die drei Punkte. Wir haben nichts zu verlieren“, beschreibt Karamatic die Ausgangslage aus Sicht seiner Mannschaft.
Die Gäste reisen allerdings mit Rückenwind an und wollen ihre Serie fortsetzen. Nach dem jüngsten Erfolg gegen Neuhof soll die gute Leistung bestätigt werden. „Wir haben ordentlich Rückenwind und wollen an die gute Leistung aus Neuhof anknüpfen. Wir wollen nicht nur Sparringsgegner sein, sondern den Lauf fortsetzen, wissen aber um die Schwere der Aufgabe.“ Sickels sei noch einmal ein anderes Kaliber. Dass die Mannschaft so souverän an der Spitze stehe, habe Karamatic in dieser Deutlichkeit zwar nicht unbedingt erwartet, ihr eine Rolle im oberen Tabellenbereich aber durchaus zugetraut. „Das spricht für die gute Arbeit, die sie leisten.“
Karamatic sieht dabei auch die Heimstärke des Spitzenreiters als Herausforderung. „Wir wissen, wie Sickels zu Hause auftritt. Viel Offensivpower und viel Wucht. Sie sind eine starke Truppe auf dem kleinen Platz.“ Neben der Offensive hebt er auch die Defensive hervor: Sickels habe eine starke Abwehr und möglicherweise sogar den besten Torhüter der Liga. Für Dittlofrod/Körnbach komme es deshalb darauf an, in den Zweikämpfen dagegenzuhalten und selbst mutig aufzutreten. „Wir werden alles reinwerfen, müssen dagegenhalten und mutig spielen. Nicht nur reagieren, sondern auch agieren, was uns die letzten drei Spiele ausgezeichnet hat.“
Die jüngsten Erfolge haben der SG Dittlofrod/Körnbach auch im Tabellenkeller wieder Hoffnung gegeben. Der Anschluss ist hergestellt, und die Mannschaft möchte möglichst lange im Rennen um den Klassenerhalt bleiben. „Wir wollen versuchen, mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, dafür zu sorgen, dass wir am Ende des Tages über dem Strich stehen“, erklärt Karamatic. Besonders wichtig sei gewesen, wieder mithalten zu können und nicht mehr abgeschlagen zu sein. Gleichzeitig warnt der Trainer davor, nachzulassen: „Wir dürfen nicht ein Prozent nachlassen. Man braucht in dieser Liga immer einen Top-Top-Tag für drei Punkte.“ Die jüngsten Siege hätten allerdings auch ihren Preis gehabt: „Wir haben leider Gottes die Siege teuer bezahlt, personell gesehen.“
Sickels-Trainer Francisco Martinez sieht den kommenden Gegner ebenfalls gewarnt und weiß um dessen Aufwärtstrend. „Die sind jetzt definitiv angekommen und haben eine Erfolgswelle. Wir haben die auch, aber wir müssen ihre Welle irgendwie brechen.“ Über die Entwicklung der Dittlofroder freut er sich ausdrücklich, am Wochenende sollen die Punkte aber in Sickels bleiben. „Ich freue mich sehr für Marko, aber wir wollen die Punkte bei uns halten. Wir sind gewarnt.“
Mit der bisherigen Saisonleistung ist Martinez grundsätzlich zufrieden. Zwar gebe es immer Kleinigkeiten zu verbessern, Anlass zur Beschwerde sieht er jedoch nicht. „Die Jungs machen das super.“ Auch seine Mannschaft habe gelegentlich schwächere Phasen, mit denen sie umgehen müsse. Bislang gelinge es dem Team aber gut, diese zu überwinden.
Eine besondere Rolle dürfte der kleine Platz in Sickels spielen. „Da sind Zweikämpfe an der Tagesordnung“, sagt Martinez und nimmt es mit Humor: „Man muss es positiv sehen, da müssen beide nicht so viel laufen.“ Allerdings sei der Platz durch die vielen Jugendspiele zuletzt stark beansprucht worden. Damit müssten beide Mannschaften zurechtkommen. Personell sieht es beim Tabellenführer gut aus: Bis auf einen Langzeitverletzten stehen Martinez voraussichtlich alle Spieler zur Verfügung.
Dass Sickels als Tabellenführer und mit der besten Offensive der Liga automatisch als klarer Sieger feststeht, will Martinez nicht gelten lassen. „Jedes Spiel ist anders. Weil man die meisten Tore geschossen hat, kann man jetzt nicht den Tabellenletzten empfangen und sagen, die schießen wir ab. Die sind im Aufwind und dafür ist die Liga zu ausgeglichen.“ Genau darin liegt die Chance für Dittlofrod/Körnbach: Der Tabellenletzte will den Lauf fortsetzen und dem Spitzenreiter das Leben so schwer wie möglich machen.
Die Partien in der Gruppenliga:
Samstag
15:30 Uhr
SG Oberzell/Züntersbach – SG Eiterfeld/Leimbach
16 Uhr
TSV Künzell – SC Borussia Fulda
Sonntag
15 Uhr
SG Bad Soden II – SG Huttengrund
SV Hofbieber – TSG Lütter
SG Schlüchtern – SG Johannesberg
SG Sickels – SG Dittlofrod/Körnbach
SV Neuhof – SG Niederaula/Kerspenhausen
SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach – SG Freiensteinau
