Für Karamatic ist die Rückkehr nach Johannesberg auch eine persönliche Angelegenheit. Bereits zweimal war er dort als Trainer tätig, die Verbindung zum Verein ist über die Jahre bestehen geblieben. Zudem traut er der Mannschaft trotz der schwierigen Situation den Klassenerhalt zu. „Ich habe die Jungs ein paar Mal gesehen und sie haben schon das Potenzial, die Klasse zu halten. Deswegen habe ich gesagt: Wir probieren das“, erklärt er. In seiner ersten Trainingswoche waren zwar noch nicht alle Spieler dabei, dennoch habe die Mannschaft eine vernünftige Einheit absolviert.
Die größte Baustelle sieht Karamatic weniger im Trainingsbetrieb als vielmehr im Selbstvertrauen. „Es liegt auch nicht am Training, es liegt am Selbstvertrauen. Daran müssen wir arbeiten“, betont der Coach. Zugleich fordert er, individuelle Fehler abzustellen, die zuletzt zu Gegentoren geführt haben. Unabhängig vom Gegner müsse seine Mannschaft von nun an alles geben. „Wenn das nicht klappt, haben wir das Herz zumindest auf dem Platz gelassen und können uns nichts vorwerfen“, sagt Karamatic kämpferisch. Das erste Ziel ist es, den Abstand bis zur Winterpause zu verkürzen. Danach soll die Situation neu bewertet werden, auch mögliche Verstärkungen könnten dann ein Thema werden.
Mit der SG Eiterfeld/Leimbach wartet allerdings direkt eine anspruchsvolle Aufgabe. Karamatic weiß um die Qualität des Gegners, der aus der Verbandsliga abgestiegen ist. „Die haben eine Toptruppe, aber das spielt keine Rolle. Es liegt jetzt an uns, die Fehler nicht zu machen, die zu Gegentoren führen. Dann ist alles machbar“, sagt er. Auch Eiterfelds Trainer Simon Schilling sieht die Partie durch den Trainerwechsel beim Gegner unter besonderen Vorzeichen. „Es ist immer was anderes, wenn ein neuer Trainer an der Seite steht. Man weiß nie, was einen erwartet. Manchmal setzt das auch neue Kräfte frei“, erklärt Schilling, der Karamatic als guten Trainer bezeichnet.
Die Gastgeber gehen dennoch als Favorit in die Begegnung und wollen die drei Punkte zu Hause behalten. Dabei erwartet Schilling auf dem Kunstrasenplatz einen spielerisch stärkeren Auftritt seiner Mannschaft. Ursprünglich hatte Eiterfeld auf Rasen spielen wollen, nun wird die Partie auf Kunstrasen ausgetragen. „Da erwarte ich Spielerisch noch mehr von der Mannschaft“, sagt Schilling. Personell sieht es bei Eiterfeld gut aus: Soweit alle Spieler stehen nach aktuellem Stand zur Verfügung.
Für Johannesberg zählt dagegen vor allem eines: möglichst schnell wieder Punkte zu sammeln. Das angekündigte Bruderduell zwischen Zeljko Karamatic und Marko Karamatic, dem Trainer der SG Dittlofrod/Körnbach, freut den neuen Johannesberger Coach zwar bereits, bleibt vorerst aber Nebensache. Erst einmal gilt der volle Fokus dem Debüt in Eiterfeld – und dem schwierigen Weg aus dem Tabellenkeller.
Gruppenliga
Samstag
15 Uhr
SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach – SC Borussia Fulda
15:30 Uhr
SG Eiterfeld/Leimbach – SG Johannesberg
16 Uhr
SG Schlüchtern – SG Niederaula/Kerspenhausen
Sonntag
15 Uhr
TSV Künzell – SG Bad Soden II
TSG Lütter – SG Oberzell/Züntersbach
SV Hofbieber – SG Dittlofrod/Körnbach
SG Sickels – SG Freiensteinau
SV Neuhof – SG Huttengrund
