Lokales FD 07.10.2026

„Fulda stellt sich quer“ sammelt für Hilfstransporte in die Ukraine

Fulda (sg/pm) – Der Verein „Fulda stellt sich quer“ organisiert regelmäßig Hilfstransporte in die Ukraine. Nach der letzten Unterstützungsaktion im Mai sollen nun erneut Konvois zur ukrainischen Grenze geschickt werden. Dafür bittet der Verein um Spenden aus der Bevölkerung.

Der Verein hat schon mehrfach Hilfsgüter in die Ukraine gebracht. Archivfoto: Fulda stellt sich quer.

„Seit Tagen erreichen uns erschütternde Nachrichten von unseren Freundinnen, Freunden und Partnerorganisationen aus der Ukraine. Die Angriffe nehmen kein Ende. Menschen verlieren ihre Wohnungen, ihre Häuser und teilweise alles, was sie besitzen“, erklärt der Vereinsvorsitzende Andreas Goerke. Dabei seien ebenfalls zwei vom Verein unterstützte Kinderheime betroffen: Das Heim im Oblast Lwiw sei seit fast einer Woche weitgehend von der Infrastruktur abgeschnitten, während das in Luzk durch einen Drohnenangriff nahezu vollständig zerstört worden sei. Nach Informationen des Vereins wurden dabei auch Kinder verletzt und getötet. Außerdem habe eine befreundete ukrainische Hilfsorganisation, die sich um ältere und hilfsbedürftige Menschen kümmert, ihr gesamtes Lager verloren. Goerke betont: „Jetzt zählt schnelle und direkte Hilfe.“

Der Vorstand von „Fulda stellt sich quer“ hat deshalb Soforthilfen beschlossen. Der Verein plant, gemeinsam mit seinen Partnern Transporte mit Lkw und Sprintern bis hinter die ukrainische Grenze, wo die Hilfsgüter von den Hilfsorganisationen vor Ort übernommen und zu den bedürftigen Menschen gebracht werden. Verteilt werden sollen unter anderem Lebensmittel, Medikamente, medizinische Geräte und Hilfsmittel, Kleidung, Hygieneartikel, Feuerlöscher, Schlafsäcke und Decken.

Den Bedarf an Hilfsgütern und die Organisation der Fahrten kann der Verein jedoch nicht allein stemmen. „Eine Lkw-Fahrt kostet und rund 3500 Euro, eine Fahrt mit einem Sprinter rund 700 Euro“, erläutert Goerke. Daher bittet „Fulda stellt sich quer“ um Spenden aus der Bevölkerung. Es werden sowohl Geld- als auch Sachspenden angenommen. Bei größeren Mengen oder Transportproblemen können Sachspenden nach Absprache abgeholt werden. Der Verein stellt bei Interesse ebenfalls Spendenbescheinigungen aus.

„Bitte helft mit. Spendet, sammelt Hilfsgüter und teilt unseren Aufruf mit Freunden, Familien, Unternehmen und Vereinen“, appelliert Goerke: „Vielleicht kann nicht jeder einen Lkw finanzieren. Aber gemeinsam können wir einen Lkw auf die Straße bringen. Und danach vielleicht den nächsten. Jeder Euro hilft. Jede Sachspende hilft. Jede Unterstützung zählt.“ Mehr Informationen gibt es unter www.Fulda-stellt-sich-quer.org oder per E-Mail an Kontakt@fulda-stellt-sich-quer.de.