Von Mittwoch bis Donnerstag kontrollierten die Einsatzkräfte im Bereich der alten Autobahnmeisterei in Kirchheim den Schwerlastverkehr, Kleintransporter und im Rahmen der Schleierfahndung. Ziel war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, gesetzliche Vorschriften zu überprüfen und grenzüberschreitende Kriminalität zu bekämpfen.
Sieben Tonnen Feuerwerkskörper nicht ausreichend gesichert
Besonders auffällig war ein Gliederzug aus dem Landkreis Diepholz in Niedersachsen, der rund sieben Tonnen Feuerwerkskörper geladen hatte. Bei der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte erhebliche Mängel bei der Ladungssicherung fest. Aufgrund teilweise massiver Ladelücken war die Ladung bereits verrutscht. Die Feuerwerkskörper ließen sich mit geringem Kraftaufwand auf der Ladefläche bewegen. Dadurch bestand die Gefahr, dass sich die Ladung weiter verlagert oder gefährliche Stoffe freigesetzt werden könnten. Erst nachdem die Feuerwerkskörper ordnungsgemäß nachgesichert worden waren, durfte der Lastwagen seine Fahrt fortsetzen.
Zwölf Welpen auf Pferdeanhänger entdeckt
Einen besonderen Fund machten die Polizisten bei der Kontrolle eines ungarischen Gespanns an der Rastanlage Rimberg an der A5. In einem Pferdeanhänger entdeckten sie zwölf Mischlingswelpen. Für die Tiere konnten nach bisherigem Kenntnisstand weder entsprechende Papiere noch erforderliche Genehmigungen vorgelegt werden. Deshalb ergab sich der Verdacht des illegalen Tierhandels. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein und zog das zuständige Veterinäramt hinzu. Die Welpen sollen zeitnah medizinisch untersucht und anschließend in einem nahegelegenen Tierheim untergebracht werden. Nach erster Einschätzung geht es ihnen den Umständen entsprechend gut.
Auch Kleintransporter aus ganz Europa standen im Fokus der Kontrollen. Neben den Fahrzeugen und der Einhaltung geltender Vorschriften überprüften die Einsatzkräfte die Fahrtüchtigkeit der Fahrer. Bei einem Fahrer bestand der Verdacht, unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln unterwegs gewesen zu sein. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und eine Blutentnahme angeordnet.
110 Fahrzeuge und 125 Personen kontrolliert
Parallel zu den Kontrollen fand der Fernfahrerstammtisch Hessen statt. 40 Schülerinnen und Schüler der Berufskraftfahrerklassen der Werner-von-Siemens-Schule aus Wetzlar verlegten dafür ihr Klassenzimmer an die alte Autobahnmeisterei. Sie konnten die Kontrollen aus nächster Nähe verfolgen und Einblicke in die Überprüfung des Schwerlastverkehrs gewinnen.
Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte während der 24 Stunden 110 Fahrzeuge und 125 Personen. Dabei stellten sie zahlreiche Verstöße fest. Je nach Art und Schwere wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet oder Strafanzeigen gefertigt. Neun Fahrzeugen wurde wegen erheblicher Mängel zunächst die Weiterfahrt untersagt.
Polizeioberrat Jürgen Gleitsmann, Leiter der Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste, betonte die Bedeutung gezielter Verkehrskontrollen und der Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und Bundesländer.
