Lokales FD 08.10.2026

Feuerwehrhaus in Tann wird erweitert: Poseck überreicht Bescheid

Tann (pm/jah) – Das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Tann-Lahrbach wird erweitert und modernisiert. Das Land Hessen unterstützt die Stadt Tann (Rhön) dabei mit 214.720 Euro. Innenminister Roman Poseck hat den entsprechenden Zuwendungsbescheid jetzt an Bürgermeister Matthias Gelbe übergeben. Mit dem Geld sollen unter anderem zwei Fahrzeugstellplätze, ein Verwaltungs- und Umkleidebereich sowie Lager- und Werkstatträume entstehen. Auch eine Notstromversorgung und neue Sanitärbereiche sind vorgesehen.

Innenminister Roman Poseck übergibt den Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 215.000 Euro an Bürgermeister Matthias Gelbe für die Erweiterung des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr Tann-Lahrbach. Foto: Klaus Mendrzick / HMdI

„Unsere Freiwilligen Feuerwehren leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Menschen in Hessen“, sagte Poseck bei der Übergabe. Die Einsatzkräfte stünden bereit, wenn schnelle Hilfe erforderlich sei, bekämpften Brände, leisteten technische Hilfe und unterstützten Menschen in unterschiedlichsten Notlagen. Dieses Engagement verdiene Anerkennung und besonderen Respekt. Gleichzeitig müssten die Einsatzkräfte ihre Aufgaben unter guten, sicheren und zeitgemäßen Bedingungen erfüllen können. „Deshalb freue ich mich, dass das Land Hessen die Erweiterung des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr Tann-Lahrbach mit mehr als 214.000 Euro unterstützt“, sagte der Innenminister.

Die bestehenden Räumlichkeiten entsprächen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Mit dem Umbau und der Erweiterung werde das Feuerwehrhaus deshalb umfassend an die Bedürfnisse einer modernen Feuerwehr angepasst. „Das ist eine wichtige Investition in die Sicherheit der Menschen in Tann und zugleich ein klares Zeichen der Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement der rund 260 aktiven Einsatzkräfte“, so Poseck. Ein modernes Feuerwehrhaus müsse ausreichend Platz für Fahrzeuge und Ausrüstung bieten und zugleich gute Voraussetzungen für Ausbildung, Übungen, Einsatzvorbereitung und das kameradschaftliche Miteinander schaffen. Mit den neuen Fahrzeugstellplätzen, Lager- und Werkstattbereichen sowie dem Verwaltungs- und Umkleidebereich werde die Feuerwehr Tann-Lahrbach künftig über deutlich bessere Arbeits- und Einsatzbedingungen verfügen.

Auch die geplante Notstromversorgung sei mit Blick auf mögliche länger andauernde Stromausfälle ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Feuerwehrinfrastruktur. „Gerade in Krisen- und Notlagen müssen sich die Bürger darauf verlassen können, dass ihre Feuerwehr handlungsfähig bleibt“, sagte Poseck. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Tann (Rhön) verfügt über neun Stadtteilfeuerwehren. Rund 260 aktive Einsatzkräfte engagieren sich für den Brandschutz und die technische Hilfeleistung. Auch die Nachwuchsarbeit ist fest verankert: In fünf Jugendfeuerwehren sind insgesamt mehr als 40 Mitglieder aktiv, zudem gehört eine Kindergruppe mit rund 15 Mitgliedern zur Feuerwehr. Die Ehren- und Altersabteilungen zählen rund 120 Mitglieder. Im vergangenen Jahr rückten die Feuerwehren der Stadt zu insgesamt 72 Einsätzen aus.

„Besonders erfreulich ist, dass sich auch 20 Kinder und Jugendliche in den Nachwuchsabteilungen engagieren“, sagte Poseck. Die Nachwuchsarbeit sei ein wesentlicher Baustein dafür, auch in Zukunft auf gut ausgebildete und motivierte Einsatzkräfte zurückgreifen zu können. „Wer sich bereits in jungen Jahren für die Feuerwehr begeistert, lernt Verantwortung zu übernehmen, erlebt Gemeinschaft und entwickelt wichtige Fähigkeiten, die später auch im Einsatz von großer Bedeutung sind.“

Sein besonderer Dank gelte daher allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die sich mit großem persönlichem Einsatz für ihre Mitmenschen engagierten. „Mit der Erweiterung des Feuerwehrhauses werden wichtige Voraussetzungen geschaffen, damit die Einsatzkräfte auch künftig schnell, sicher und zuverlässig Hilfe leisten können.“

Auch Landkreis Fulda profitiert

Auch über Tann hinaus verwies Poseck auf die Investitionen des Landes in den Brandschutz. Im Landkreis Fulda wurden in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 13 Fahrzeuge und 22 bauliche Maßnahmen mit mehr als 1,6 Millionen Euro durch das Land gefördert. Allein im vergangenen Jahr flossen mehr als 800.000 Euro in acht Fahrzeuge und vier bauliche Maßnahmen.

Landesweit wurden 2025 insgesamt 134 Feuerwehrfahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Nach Angaben des Innenministeriums wurden damit mehr als 90 Prozent der förderfähigen Anträge bewilligt. Seit 2016 hat das Land demnach mehr als 200 Millionen Euro für mehr als 1770 Einsatzfahrzeuge und rund 600 Baumaßnahmen bereitgestellt.

Auch 2026 will Hessen den Brand- und Katastrophenschutz weiter fördern. Dafür stehen erneut mehr als 21 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Landesbeschaffungsaktionen unter anderem für Tragkraftspritzenfahrzeuge mit Wasser (TSF-W), mittlere Löschfahrzeuge (MLF) und Löschgruppenfahrzeuge (LF 10).