„Kirmes“ kommt von „Kirchmess“, also ist das Fest zum Gedenken an die Einweihung der Dorfkirche“, erinnerte Hartwig Blum, Erster Beigeordneter der Gemeinde Petersberg. Dementsprechend wurde der Festtag mit einem Dankgottesdienst in der Almendorfer Kirche eröffnet.
Anschließend begann der Festbetrieb in den geschmückten Höfen und Scheunen des Ortes. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Musikvereine Petersberg und Margaretenhaun, die Rhöner Blaskapelle Steinau/Steinhaus, die „3 Fetzigen“ und die Kuppenstürmer. Die lauschige Weinlaube in Werths Hof lud zum Verweilen ein, während auch für die kleinen Besucher Unterhaltung geboten wurde.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Die Gäste konnten ein regionales Mittagessen mit selbstgemachter Kartoffelsuppe, Zwibbelsploatz oder Kirmesbraten genießen, die Wurstbude besuchen oder sich mit hausgemachtem Kuchen versorgen.
Am Nachmittag zeigten zunächst die Kinder des Kinderhauses Kleine Füße ihr Können am Kirmesplatz, bevor die zehn Kirmespärchen zum traditionellen Dreireihentanz antraten. Anschließend wurde in der gemütlichen Herbstatmosphäre der Höfe und Scheunen weitergefeiert.
„Ich muss sagen: Als jemand, der nicht aus Almendorf kommt, fühle ich mich hier inzwischen schon ziemlich gut aufgenommen“, erklärte Pfarrer Benjamin Agbara und wünschte allen Besuchern viel Freude auf der Kirmes. Was diese besonders auszeichne, sei „einfach dieses Gemeinschaftsgefühl“, betonte Ploatzknecht Benjamin Böer. „Und diese Gemeinschaft tragen wir über die Dorfgrenzen hinaus, in Form von Spenden.“
Seit 52 Jahren unterstützt die Kirmesgesellschaft zahlreiche gemeinnützige Projekte und hat bereits 195.000 Euro an Spenden vergeben. Auf einen „neuen Spendenpartner“ könne man allerdings verzichten, so Böer: „Ich spreche vom Finanzamt. Die halten mittlerweile auch die Hand sehr groß auf, weshalb es uns kaum noch möglich ist, in Spenden zu investieren.“ Die Gewinne aus Vereinsfesten sollten seiner Ansicht nach vielmehr den ehrenamtlichen Helfern oder kommunalen Zwecken zugutekommen. Das Finanzamt habe „im Ehrenamt nichts verloren“.
