Neben Ausschnitten aus dem Roman erwarteten die Gäste Bilder von Johannsons Recherchereise zu den Originalschauplätzen aus dem Leben Chanels. Dabei wurde deutlich, wie aufwendig die Recherche für den Roman gewesen ist – insbesondere bei den familiären Zusammenhängen rund um die spätere Modeikone.
Johannson schilderte die Anfänge einer Frau, die mit ihrer Mode den Alltag von Frauen verändern wollte. Statt einengender Kleidung setzte Gabrielle Chanel auf tragbare und bequeme Entwürfe und wollte Frauen damit ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit ermöglichen. „In der damaligen Mode bekamen Frauen kaum Luft“, erklärte Johannson. Chanel habe mit ihren Ideen schnell Aufmerksamkeit erregt. Aus ihrem Roman las die Autorin: „Es hat sich schnell herumgesprochen, dass es zwei Schneiderinnen gibt, die Mode schneidern, die es sonst nicht gibt.“
Auch die weniger glamourösen Seiten des Lebens der späteren Modelegende kamen zur Sprache. „Es war nicht so eine glamouröse Kindheit, wie man denken würde“, sagte Johannson. Gabrielle Chanel wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und entwickelte früh den Wunsch, reich und berühmt zu werden. Eine Begegnung im Jahr 1908 sollte schließlich eine wichtige Wendung in ihrem Leben einleiten. Johannson nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer mit in die Geschichte und erzählte, wie sich daraus ein entscheidender Schritt auf Chanels Weg zur erfolgreichen Modeschöpferin entwickelte.
Passend zum Thema erschien die Autorin selbst stilecht im Chanel-Look und machte den Abend damit auch optisch zu einer kleinen Zeitreise. Als Erinnerung an die Veranstaltung erhielten die Gäste zudem ein bedrucktes Döschen, das zugleich zur stilvollen Aufbewahrung kleiner Gegenstände gedacht war.
Nach der Lesung wurde es schließlich selbst modisch: Die Gäste konnten sich im Chanel-Stil einkleiden und bei einem kleinen Walk ihre Outfits präsentieren. Unterstützt wurde der Auftritt durch Accessoires lokaler Händler wie „Die Brille“ um Inhaberin Antje Ferrara, „Halemba Style“ und dem „Modehaus Schneider“. Das Publikum kürte die drei überzeugendsten Looks mit seinem Applaus. Auf die Gewinner warteten Gutscheine und besondere Geschenke – darunter kleine Chanel-Figuren, von denen es laut Veranstaltern nur eine begrenzte Anzahl gebe.
Bei Getränken konnten die Besucher den Abend anschließend gemütlich ausklingen lassen. Wer noch tiefer in das Leben der Modeikone eintauchen wollte, hatte zudem die Gelegenheit, Lena Johannsons Buch „Coco und die Revolution der Mode“ zu erwerben.
