Handball 26.10.2026

Champions League – Finale in Skopje: MT kämpft um Hauptrunde

Skopje/Melsungen (pm/jah) – Mehr Spannung geht kaum: Für Handball-Bundesligist MT Melsungen steht am Mittwochabend in der EHF Champions League ein echtes Endspiel auf dem Programm. Beim HC Vardar 1961 in Skopje geht es um den Einzug in die Hauptrunde. Anwurf in der nordmazedonischen Hauptstadt ist um 18.45 Uhr, Dyn überträgt die Partie live.

Reynir Thor Stefansson und MT-Trainer Roberto Garcia Parrondo. Foto: Rieger/MT

Die Ausgangslage könnte kaum spannender sein. Melsungen, Orlen Wisla Plock und HBC Nantes gehen mit jeweils sechs Punkten in den letzten Spieltag der Gruppe B. Nur die beiden Erstplatzierten ziehen in die Hauptrunde der Königsklasse ein. Die Teams auf den Plätzen drei und vier müssen in der European League weiterspielen.

Zeitgleich zur Partie der MT treffen in Polen Orlen Wisla Plock und der HBC Nantes aufeinander. Vardar hat mit zwei Punkten keine Chance mehr auf die Hauptrunde. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass Melsungen mit einem einfachen Spiel rechnen kann. Erst in der vergangenen Woche sorgte Vardar mit einem 33:27-Erfolg beim HBC Nantes für ein Ausrufezeichen.

Drei Szenarien für die MT

Am einfachsten ist die Rechnung bei einem Sieg: Gewinnt Melsungen in Skopje, ist der Einzug in die Hauptrunde unabhängig vom Ausgang der Partie in Plock perfekt.

Auch bei einem Unentschieden wäre die MT weiter. Gewinnt Wisla, liegt Melsungen vor Nantes. Setzt sich Nantes durch, bleibt die MT vor Plock. Endet auch die Partie in Polen unentschieden, hätten alle drei Mannschaften sieben Punkte. In diesem Fall entscheidet der direkte Vergleich – und dort liegt Melsungen vor Wisla.

Auch eine Niederlage muss nicht automatisch das Aus bedeuten. Verliert die MT in Skopje, muss allerdings Nantes gleichzeitig in Plock gewinnen. Dann hätten Melsungen und Wisla jeweils sechs Punkte, wobei die MT den direkten Vergleich mit einem Tor für sich entscheidet.

Klar ist dagegen: Verliert Melsungen und endet das Spiel zwischen Plock und Nantes unentschieden, ist die Hauptrunde verpasst. Gleiches gilt bei einer MT-Niederlage und einem Sieg von Wisla. In diesem Fall würde der direkte Vergleich zugunsten von Nantes entscheiden.

Sipos wieder dabei – Mandic fehlt weiter

Personell gibt es zumindest eine gute Nachricht. Abwehrchef Adrian Sipos, der beim Auswärtssieg in Balingen wegen Oberschenkelproblemen passen musste, wird die Reise nach Skopje antreten. David Mandic steht dagegen weiterhin nicht zur Verfügung. Der kroatische Linksaußen fällt bis zur Länderspielpause aus.

Ebenfalls fehlen werden die Rückraumrechten Dainis Kristopans und Nikolaj Enderleit. Für Trainer Roberto Garcia Parrondo ist die Partie deshalb auch eine Reise zu seinem früheren Klub.

„Wir wollen unbedingt die Hauptrunde erreichen“

„Wir wollen unbedingt die Hauptrunde erreichen“, macht Reynir Thor Stefansson deutlich. Der Isländer wird wie zuletzt im rechten Rückraum zum Einsatz kommen. Der erste Auswärtssieg am Wochenende habe der Mannschaft gutgetan, zugleich sei die MT gewarnt: „Vardar hat ein starkes Team. Wer in Nantes gewinnt, darf nicht unterschätzt werden.“

Für zusätzliche Motivation dürfte der Blick auf die möglichen Gegner in der Hauptrunde sorgen. Sollte Melsungen den Sprung schaffen, warten namhafte Gegner. In der nächsten Phase wird es zwei Sechsergruppen geben. Die MT würde auf die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der Vorrundengruppen A und C treffen.

Dort stehen die Entscheidungen bereits fest. Mögliche Gegner der Melsunger wären damit Veszprém und die Füchse Berlin aus Gruppe A sowie Aalborg und Paris Saint-Germain aus Gruppe C. Zunächst aber gilt die volle Konzentration dem entscheidenden Duell in Skopje.

Bisherige Duelle

10.09.2026: MT Melsungen – Vardar 33:31

10.03.2026: MT Melsungen – Vardar 25:34

24.02.2026: Vardar – MT Melsungen 37:33

15.10.2024: MT Melsungen – Vardar 34:18

22.10.2024: Vardar – MT Melsungen 32:30