Lokales FD 19.10.2026

Caritas-Delegiertenversammlung: Initiative aus Fulda vorgestellt

Dresden/Fulda (pm/pf) – Auf der Delegiertenversammlung des Deutschen Caritasverbandes in Dresden haben Vertreter der Caritas im Bistum Fulda gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland über aktuelle und zukünftige Themen der Caritas gesprochen und eine Initiative der youngcaritas aus Fulda vorgestellt.

„Zusammen geht was“ bei der Caritas im Bistum Fulda: Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch (von links), Aufsichtsratsvorsitzender Prälat Christof Steinert, Referentin Kristina Trupp, Fachbereichsleitung Ann-Katrin Jehn und der Kasseler Regionalleiter Johannes Bleck vertraten den Fuldaer Verband auf der Delegiertenversammlung der Caritas in Dresden. Foto: Annette Riedl

Zur Delegiertenversammlung 2026 waren 200 Vertreter von Diözesan- und Ortscaritasverbänden, Caritas-Fachverbänden, Vereinigungen, Orden und großen Trägern aus ganz Deutschland in Dresden gekommen. Den Fuldaer Verband vertraten Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, Aufsichtstratsvorsitzender Prälat Christof Steinert und Johannes Bleck, Regionalleiter Nordhessen-Kassel, als Delegierte. Als Gäste waren Ann-Katrin Jehn (Fachbereichsleitung Marketing und Kommunikation) und Kristina Trupp (Referentin für Marketing, Kommunikation sowie Engagementförderung) mit von der Partie, um die Initiative der youngcaritas in Fulda vorzustellen. 

Die Delegierten bekannten sich auf der Mitgliederversammlung zu ihrer politischen Verantwortung angesichts der extremistischen Bedrohung unserer Demokratie. „Wir sind als größter Wohlfahrtsverband gefordert, politisch Flagge zu zeigen. Demokratie ist nicht das Sahnehäubchen, für das wir uns dann einsetzen, wenn die Grundbedürfnisse unserer Klientinnen und Klienten befriedigt sind. Demokratie ist das Fundament. Sie sichert die gleichberechtigte Partizipation der vielen, sie ermöglicht Freiheit und Mitgestaltung. Unser Grundgesetz zu schützen ist Basisarbeit der Caritas“, so Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa in ihrer Grundsatzrede.

Auf dem Podium stellte die ihre Arbeit für und mit jungen Engagierten vor. Teil des deutschlandweiten Netzwerks für junges Engagement in der Caritas ist eine Studierendeninitiative der Hochschule Fulda, die sich im Mai 2026 gegründet hat und inzwischen auf 50 Teilnehmende gewachsen ist. Über diesen Erfolg und die ehrenamtliche Arbeit der international Studierenden berichtetet die Fuldaer Referentin Kristina Trupp: „Viele der Studierenden hatten über Caritas international bereits in ihrem Heimatland Berührungen mit der Caritas und wollen nun etwas zurückgeben.“ youngcaritas entwickelt seit 2012 neue Möglichkeiten des Engagements, das auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten junger Menschen eingeht. Heute gibt es an rund 80 Standorten youngcaritas-Projekte, in denen sich Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Studierende engagieren. Die Kooperation zwischen der Caritas und der Hochschule Fulda kann hier Vorbild für weitere Projekte anderen Standorten in Deutschland sein. 

Dr. Siri Hummel, Direktorin des Maecenata Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft, wies in einem Impulsvortrag auf das notwendige Zusammenwirken von hauptamtlichem und ehrenamtlichem Engagement hin. „Der demographische Wandel fordert das freiwillige Engagement von Jung und Alt neu heraus. Es braucht unabdingbar einen organisationalen Rahmen, der mit seinen hauptamtlichen Strukturen einen Möglichkeitsraum bietet - mit einem niedrigschwelligen Zugang für alle, die mit ihren Kompetenzen und ihrer Zeit Mitverantwortung für das gelingende Miteinander übernehmen wollen. Ehrenamt sorgt für die gesellschaftliche Verankerung.“