Lokales FD 01.10.2026

Bachelor für 15 Absolvierende der Privaten Berufsakademie Fulda

Fulda (pm/gü) – Drei Jahre zwischen Hörsaal und Betrieb, zwischen Theorie und Verantwortung: Für 15 Absolventinnen und Absolventen der Studiengruppe BA 23 ist dieser Spagat geschafft. Die jungen Akademikerinnen und Akademiker der Privaten Berufsakademie Fulda des Bildungsunternehmens Dr. Jordan nahmen ihre Urkunden zum „Bachelor of Arts“ in den dualen Studiengängen Mittelstandsmanagement sowie Sozial- und Gesundheitsmanagement entgegen.

Urkunde in der Hand, Karriere im Blick: Der Studiengruppe BA 23 gratulierten Studienorganisatorin Franziska Schlitzer und Studienleiter Prof Dr. Wolfgang Dippel (links) sowie Inhaberin Monika Jordan, Direktor Franco Gargano und der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Ernst Fritz-Schubert (rechts). Fotos: BU Dr. Jordan

Spitzenleistung zum Abschluss: Als Jahrgangsbeste starten Paula Lauer und Lena Naumann (Mitte, von links) in die nächste berufliche Etappe.

Vor Familien, Freunden und den Verantwortlichen aus den Partnerunternehmen würdigte Franco Gargano, Direktor des Bildungsunternehmens, den ersten akademischen Abschluss der Gruppe. Nach sechs Semestern halten die Absolvierenden ein Zeugnis mit besonderem Stellenwert in den Händen: „Das ist der höchste Bildungsabschluss, den wir in unserem Unternehmen vergeben.“ Gargano erinnerte an Studienfahrten nach Berlin und Heidelberg sowie an zahlreiche Betriebsbesichtigungen, die das Studium weit über den Vorlesungsalltag hinaus geprägt haben. Sein Rat für die Zukunft: „Bleiben Sie am Ball. Denn alles, was Sie bisher erreicht haben, ist die Basis für das, was Sie noch erreichen werden.“ 

Welche Leistung hinter dem Abschluss steckt, verdeutlichte Studienleiter Prof. Dr. Wolfgang Dippel mit einer Rechnung: „1300 Stunden haben Sie absolviert. Das muss man sich einfach mal vorstellen.“ Hinzu kamen drei Praxistage pro Woche in den Kooperationsbetrieben sowie viele Wochenenden für Vor- und Nachbereitung. Besonders erfreut zeigte sich der Professor über die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen. Diesen Verdienst schrieb er auch den Dozierenden und Arbeitgebern zu. Darüber hinaus führte Dippel auf, dass das Team der Berufsakademie den Lehrplan im Dialog mit Studierenden und Betrieben stetig weiterentwickle. Künftig solle Künstliche Intelligenz einen festen Platz in den Modulen erhalten.

Wie sehr die dual Studierenden ihre Betriebe in drei Jahren geprägt haben, schilderte Tanja Eib, Teamleiterin Personalwesen der Damian Werner GmbH, stellvertretend für die Unternehmen. Beim Studienstart 2023 habe auf beiden Seiten Aufregung geherrscht: „Glauben Sie mir, nicht nur Sie waren aufgeregt, auch wir Unternehmen haben uns gefragt, wie sich unsere Studierenden entwickeln.“ Die Antwort sei eindeutig ausgefallen: „Durch Ihre Mitarbeit sind Sie längst mehr geworden als Studierende. Sie sind zu geschätzten Kolleginnen und Kollegen geworden.“ Für den Berufsweg gab die Rednerin ein Motto mit: „Wer nur auf Hindernisse schaut, findet Gründe, wer nach vorne schaut, findet Wege. Genau solche Menschen brauchen Unternehmen heute.“

Mit Humor und in lebhaftem Dialog blickten die Absolventinnen Lina Leichner und Bianca Punzet auf die gemeinsame Zeit zurück. Sie erinnerten an die erste Klausur, die sich wie ein Marathon angefühlt habe, und an die Abschlussfahrt nach Heidelberg im sechsten Semester mit Führungskräfteseminar und gemeinsamen Abenden. Das Altersspektrum der Studiengruppe von 21 bis 53 Jahren habe im Studienalltag keine Rolle gespielt. Über zwei Generationen hinweg seien die Studierenden auf Augenhöhe zusammengewachsen, betonten die beiden Rednerinnen. Ihr Dank galt der Direktion, der Studienorganisation und den Dozierenden für die persönliche Begleitung. Dazu kam ein Augenzwinkern: „Wir entschuldigen uns für all die Schweißperlen, die wir Ihnen auf die Stirn getrieben haben.“

Für ihre besonderen Leistungen und hervorragenden Notendurchschnitt wurden Paula Lauer (1,0) und Lena Naumann (1,3) ausgezeichnet.