Lokales VB 21.10.2026

Ausstellung „Wegbegleiter im Sterben“ berührt rund 250 Besucher

Alsfeld (pm/sim) – Berührende Fotografien, musikalische Beiträge und viele persönliche Eindrücke: Die Ausstellung „Wegbegleiter im Sterben“ ist mit einer Finissage in der Alsfelder Museumsscheune zu Ende gegangen. Rund 250 Besucherinnen und Besucher hatten die Ausstellung während der Woche gesehen. Zum Abschluss kamen noch einmal zahlreiche Gäste zusammen, um sich mit den Themen Sterben, Hospizbegleitung und Trauer auseinanderzusetzen.

Fotos: T. Schlitt

Veranstaltet wurde die Ausstellung vom Hospizverein Alsfeld, dem Hospiz- und Palliativ-Netzwerk Vogelsberg, dem Hospizdienst im Vogelsberg, der Lichtermeer-Stiftung und der Lebensbegleitung Hospizhilfe Schotten-Nidda. Selina Appel vom Hospizdienst im Vogelsberg führte durch das Programm und dankte allen, die die Ausstellung ermöglicht hatten.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Antonia Eurich und PohSuan Teo von der Alsfelder Musikschule mit einem Violinen-Duo. Tanja Bohn von der Lichtermeer-Stiftung und Susanne Botthof-Schlitt vom Hospiz- und Palliativ-Netzwerk Vogelsberg blickten auf die Ausstellungswoche zurück. Besonders freute sich Botthof-Schlitt darüber, dass auch Schülerinnen und Schüler der Vogelsberger Akademie für Gesundheitsberufe die Ausstellung besucht hatten. Die Fotografien waren 2011 in Zusammenarbeit mit Pflegeschülerinnen und -schülern in Mainz entstanden.

Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen hinterließen bei vielen Gästen einen bleibenden Eindruck. Sie zeigten unter anderem die berührenden Gesten eines Ehepaares, die Einsamkeit eines älteren Mannes am leer geräumten Bett seiner verstorbenen Frau und eine junge Frau bei einem Gottesdienst oder in einer Aussegnungshalle. Die Bilder machten deutlich, wie wichtig Geborgenheit und Begleitung in der letzten Lebensphase sind. „Wir von den Hospizvereinen und dem Hospiz- und Palliativnetz bringen den Menschen dieses Gefühl – und stehen den Angehörigen mit Trauerbegleitung auch über den Tod hinaus bei“, sagte Botthof-Schlitt.

Auch die Begleitausstellung „Farbspiel“ der Malgruppe der Alsfelder Landfrauen fand Anerkennung. Die Werke zeigten eine große Bandbreite und weckten Freude und Emotionen. Drei Bilder wurden bereits während der Ausstellung verkauft, hinzu kamen Drucke eines farbenfroh gestalteten Rathauses. Dadurch kamen nach Angaben von Tanja Bohn bereits 640 Euro für den Betrieb des geplanten Alsfelder Hospizes zusammen. Sie dankte allen Spendern und warb dafür, auch die übrigen von den Landfrauen gestifteten Bilder zu erwerben.

Zusätzlich stellte die Künstlerin Caren Klaschka großflächige, farbenfrohe Werke für den guten Zweck zur Verfügung. Diese sollen ebenfalls zugunsten des Hospizes verkauft werden. Interessierte können die Bilder künftig auf der Website der Lichtermeer-Stiftung im Bereich „Spenden“ ansehen und Kontakt zu Tanja Bohn aufnehmen.

Zum Abschluss fassten Appel, Bohn und Botthof-Schlitt die Titel einiger Fotografien zusammen: „Hand in Hand“, „Schwache Schritte, starke Schultern“, „Ich lebe jetzt“ und „Unser Alltag“. Sie verdeutlichen, was Menschen in den letzten Wochen ihres Lebens Halt geben kann.