Lokales FD 24.10.2026

Aktion „Friedliches Haus“ des Hospiz-Fördervereins am Uniplatz

Fulda (sg) – Der Hospiz-Förderverein Fulda setzt sich seit vielen Jahren für eine würdevolle Begleitung von Sterbenden und für eine lebensbejahende Haltung zum Leben und zum Tod als Teil des Lebens ein. Bei der Aktion „Friedliches Haus“ auf dem Universitätsplatz konnten Interessierte sich am Samstag in Fulda mit Vereinsmitgliedern, darunter dem Bundestagsabgeordneten und Vereinsvorsitzenden Michael Brand, sowie mit Hospizbegleitern der Malteser und des St.-Elisabeth-Hospizes austauschen.

Foto: Sabrina Gram

„Zum einen wollen wir über das Thema Leben und Tod ins Gespräch kommen, weil es jeden betrifft – ganz sicher jeden“, erklärte Michael Brand. „Zum anderen wollen wir natürlich auf die Hospiz-Angebote hier in der Region aufmerksam machen.“ Heutzutage sei die Hospizarbeit wichtiger denn je, denn die Trauerarbeit, die früher zumeist in den Familien und in der Kirche stattgefunden habe, sei aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen immer weiter weggebrochen und das Thema Tod an den Rand gedrängt worden. Dabei bestünde unverändert Bedarf, Sterbenden ihre Ängste und ihr Leid zu nehmen und die Angehörigen bei der Trauerbewältigung zu unterstützen. Daher setze der Hospiz-Förderverein Fulda sich dafür ein, den Tod als Teil des Lebens zu begreifen, mit dem man jedoch nicht allein fertig werden muss.

Mit der Aktion „Friedliches Haus“ wolle der Hospiz-Förderverein Fulda seine Arbeit und die Hospiz-Angebote in der Region bekannter machen. Beim Stand auf dem Universitätsplatz konnten die Passantinnen und Passanten sich aber nicht nur informieren, sondern auch ein sichtbares Zeichen ihrer Unterstützung mitnehmen: eine Edelstahlplaketten mit der Aufschrift „Friedliches Haus“, den die Menschen an ihrer Haus-, Eingangs- oder Zimmertür anbringen und diesen Bereich somit als Zone des Friedens und der Achtsamkeit markieren können. Die Idee dazu stammte von Martin Hoogen, Zweiter Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins. „Miteinander, Mitmenschlichkeit, Frieden, Wir-Gefühl, gesellschaftlicher Zusammenhalt, friedliches Verhalten – all das fängt im Kleinen an. Bei einem selbst. Das soll das ‚friedliche Haus‘ symbolisieren“, erläuterte Hoogen. „Die Idee ist, dass man diese Plakette haben und damit ein Zeichen hier in der Region setzen kann“, fügte Brand hinzu. „Wir brauchen viele, die den Gedanken des Ehrenamts und der Hospizbewegung mittragen.“

Die Aktion des Fördervereins zog viele Interessierte an, die sich mit den Vereinsmitgliedern und Hospizbegleitern über das Leben und den Tod unterhielten – und mit dem „friedlichen Haus“ diese Gedanken mit nach Hause nahmen.

Aktion „Friedliches Haus“. Fotos: Sabrina Gram