Fest steht: Die Arbeiten haben im Juli begonnen, abgeschlossen sind sie aber noch nicht. „Der Mast befindet sich derzeit noch im Bau“, teilt die Telekom auf Anfrage der Osthessen-Zeitung mit. Und nicht alles, was dafür notwendig ist, lässt sich von außen erkennen. Im Hintergrund laufen unter anderem noch Arbeiten an der Stromanbindung.
Wann die ersten Handys tatsächlich über den neuen Standort funken können, steht deshalb noch nicht fest. Die Telekom rechnet mit der baulichen Übergabe im Laufe des vierten Quartals 2026. Erst danach folgt die Ausstattung mit der eigentlichen Netztechnik und damit der nächste Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme.
Vorgesehen sind Antennen für 4G und 5G. Vor allem in Edelzell soll sich der Empfang dadurch verbessern. Dabei geht es nicht nur darum, dass draußen auf der Straße die Balken auf dem Smartphone stärker ausschlagen. Nach Angaben der Telekom soll insbesondere der sogenannte Inhouse-Empfang verbessert werden – also der Mobilfunkempfang innerhalb von Gebäuden. Auch auf den umliegenden Kreisstraßen soll die neue Anlage für eine bessere Versorgung sorgen.
Auch die Stadt Fulda bestätigt auf Nachfrage der Osthessen-Zeitung, dass der Mast derzeit noch nicht in Betrieb ist. Wann genau die Arbeiten abgeschlossen sein werden, kann die Stadt selbst bislang nicht sagen. Für den Standort wurde zwischen der Stadt Fulda und dem Unternehmen ein privatrechtlicher Gestattungsvertrag geschlossen.
Der neue Mast ist zudem nicht ausschließlich für die Telekom gedacht. Grundsätzlich können auch andere Mobilfunkanbieter den Standort nutzen. Die dafür notwendige technische Infrastruktur und entsprechende Platzbedarfe werden bereits vorgehalten. Konkrete Pläne weiterer Anbieter gibt es nach Angaben der Telekom derzeit allerdings noch nicht.
Vom neuen Standort profitieren soll dabei nicht nur Edelzell. Nach Angaben der Stadt soll die zusätzliche Infrastruktur auch die Versorgung in den angrenzenden Ortslagen Engelhelms sowie in Bereichen von Kohlhaus und Künzell-Bachrain verbessern. Eine wichtige Rolle spielt dabei die 5G-Technologie, die inzwischen zum Standard im modernen Mobilfunkausbau gehört.
Ganz ohne Fragen und Bedenken aus der Bevölkerung ist das Projekt allerdings nicht geblieben. „Aus der Anwohnerschaft gab es einige Anfragen, Hinweise und Bedenken“, teilt die Stadt mit. Diese hätten nach Angaben der Stadt aufklärend beantwortet werden können. Auch der Edelzeller Ortsbeirat informierte in einer Sitzung über das Vorhaben.
Der Standort an der Engelhelmser Straße soll damit langfristig für eine deutlich bessere Mobilfunkversorgung sorgen. Weitere Baumaßnahmen sind nach Angaben der Telekom derzeit nicht notwendig. „Mit dem genannten Mast wird Edelzell eine sehr gute Mobilfunkversorgung erhalten“, erklärt das Unternehmen.
Bis es so weit ist, braucht es allerdings noch etwas Geduld. Der rund 39 Meter hohe Stahlbetonmast steht bereits an seinem Platz und ist damit der sichtbarste Teil des Projekts. Dahinter steckt jedoch noch einiges an Arbeit: Stromanschluss, technische Ausstattung und weitere abschließende Arbeiten müssen erledigt werden. Erst wenn auch diese Schritte abgeschlossen sind, wird aus dem auffälligen Bauwerk am Ortsrand tatsächlich ein neuer Funkstandort – und aus 39 Metern Beton und Stahl hoffentlich bald mehr Empfang für Edelzell.
